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Die Gräuel in der äthiopischen Unruheregion reichen laut Menschenrechtsorgaisationen von Massakern an Zivilisten über Angriffe auf humanitäre Helfer bis hin zu Massenvergewaltigungen. Die Gräuel in der äthiopischen Unruheregion reichen laut Menschenrechtsorgaisationen von Massakern an Zivilisten über Angriffe auf humanitäre Helfer bis hin zu Massenvergewaltigungen.   (AFP or licensors)

Verbrechen in Tigray: Menschenrechtler klagen an

Menschenrechtsorganisationen berichten über unsägliche Gewalt gegen Zivilisten in der äthiopischen Krisenregion Tigray. Amnesty International forderte die Weltgemeinschaft zum Handeln auf: es lägen inzwischen viele Beweise für Menschen- und Völkerrechtsverbrechen vor.

„Trotzdem fällt die Antwort der Afrikanischen Union und der UNO bedauerlicherweise gering aus“, so der Ostafrika-Direktor von Amnesty, Deprose Muchena, am Dienstag. Die Menschenrechtsorganisation ruft die Staatsführer „dringend“ auf, ihr Schweigen zu brechen und Menschenrechtsverbrechen zu beenden. Die Gräuel in der äthiopischen Unruheregion reichten von Massakern an Zivilisten über Angriffe auf humanitäre Helfer bis hin zu Massenvergewaltigungen. Dabei hätten sich alle an dem Konflikt beteiligten Akteure schuldig gemacht, so Amnesty.

Kinder ohne Eltern sind Opfer von Gewalt

Alarm schlug am Dienstag auch die Organisation „Save the Children“. Ihr zufolge wurden im vergangenen Halbjahr fast 5.000 Kinder in Tigray von ihren Eltern getrennt. Sie seien nun vermehrt körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt ausgesetzt. „Wir sind sehr besorgt, da die Schutzsysteme, die separierte Kinder normalerweise unterstützen würden, durch den Konflikt komplett zum Erliegen gebracht wurden“, so die Vertreterin für Tigray, Magdalena Rossman.

Anfang November 2020 war in Tigray ein militärischer Konflikt zwischen der Regierung in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und der „Volksbefreiungsfront von Tigray“ ausgebrochen. Seitdem häufen sich die Berichte von Massakern an Zivilisten in der Region, in der rund sechs Millionen Menschen leben. Beteiligt sind auch Soldaten aus dem Nachbarland Eritrea, das Äthiopiens Armee unterstützt. Nach UN-Angaben benötigen etwa 2,3 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

(amnesty/kna – pr)

04 Mai 2021, 11:54