Suche

Vatican News
Die Wunden, die die Explosion in der Hauptstadt hinterlassen hat, sind auch heute noch deutlich sichtbar Die Wunden, die die Explosion in der Hauptstadt hinterlassen hat, sind auch heute noch deutlich sichtbar  (AFP or licensors)

Libanon: Kirchen helfen Notleidenden

Hygiene-Kits, Corona-Masken, Lebensmittelpakete und Kochutensilien - mit solchen Mitteln unterstützen kirchliche Einrichtungen notleidende Menschen in der Hauptstadt Beirut und im Libanongebirge.

Die Hilfsmittel wurden vom Beiruter Büro der Abteilung für Hilfe und Nothilfe der Diakonie des Rates der Kirchen im Mittleren Osten (MECC) an 1.125 Menschen verteilt. Die Explosion am 4. August letzten Jahres im Hafen von Beirut und die Pandemie haben das Leben vieler Familien schwer beeinträchtigt.

Bargeldhilfen, Lebensmittelgutscheine

MECC leistet finanzielle Unterstützung für die am stärksten betroffenen und bedürftigen Gruppen; in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Ökumenischen Hilfskomitees in Beirut, das die Kirchen vertritt, erhalten 375 Familien Bargeldhilfe, während an 72 Familien Lebensmittelgutscheine verteilt wurden. Das Hilfsprogramm wird in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Organisationen durchgeführt, darunter Act Alliance (ACT), Norwegian Church Aid (NCA), FIDA und Emergency Relief & Development Overseas (ERDO).

Hilfen für Frauen und Kinder

Der Rat der Kirchen bietet auch psychologische Unterstützung für Frauen und Kinder, deren psychische Gesundheit durch die Pandemie beeinträchtigt wurde. An acht Sitzungen nahmen insbesondere zwölf Frauen teil, die Probleme aufgrund von Einsamkeit hatten, insbesondere nach der von Covid-19 verhängten Blockade. Psychologische Hilfe wurde auch einigen Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt, kultureller Isolation und traumatischen Erfahrungen geworden sind, angeboten.

Zwölf Kinder konnten im Rahmen des Programmes an vier Sitzungen zur psychosozialen Unterstützung teilnehmen, die zur Förderung ihres Wohlbefindens und ihrer Widerstandsfähigkeit beitrugen. Die Kinder nahmen an Spielen und Freizeitaktivitäten teil, um mit emotionalen und sozialen Herausforderungen besser umzugehen.

(vatican news - cs)

09 April 2021, 14:41