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Bischöfe aus Ghana bei einer Begegnung mit dem Nuntius Bischöfe aus Ghana bei einer Begegnung mit dem Nuntius 

Ghana: Entsetzen nach Ritualmord

Der grausame Mord an einem zehnjährigen Kind in Kasoa hat in Ghana zu einer Debatte geführt. Ein 16- und ein 18-Jähriger sollen den Jungen umgebracht haben, um Teile seines Körpers für rituelle Praktiken zu verwenden.

„Ein Teil dessen, was die Medien berichten, müsste zensiert werden, um unsere jungen Leute zu beschützen“, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Philip Naameh. Jugendliche dürften nicht den Eindruck haben, mit „bestimmten Praktiken schnelles Geld verdienen“ zu können.

Die „furchtbare Tat“ sei ein „Alarmzeichen“, so der Erzbischof: „Vielleicht haben wir als Einzelne, als Volk und als Nation unseren moralischen Kompass verloren.“ Magische Rituale stellten längst „eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit“ dar.

Gegen Hexer-TV-Auftritte

Das liege auch daran, dass in lokalen Medien sogenannte „Hexer“ aufträten, die versprächen, Menschen im Handumdrehen reich zu machen. Auf junge Leute könne das einen verheerenden Einfluss haben.

Erzbischof Naameh forderte die Behörden auf, „das Treiben dieser spirituellen Trickser aus dem Fernsehen und den sozialen Medien zu verbannen“. Es sei bestürzend, wie viele Menschen blind den Reichtum anbeteten, ohne danach zu fragen, woher das ganze Geld eigentlich komme.

(fides – sk)
 

12 April 2021, 10:01