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Nordirland: Bischöfe gegen Abtreibung

Die Bischöfe von Nordirland sind besorgt über die Einführung von Abtreibungsmöglichkeiten. Das britische Nordirland-Ministerium hat sich in diesen Tagen dafür ausgesprochen.

Nach Ansicht der nordirischen Bischofskonferenz verstoßen die Regelungen, das London gegen den Willen der Mehrheit der Nordiren durchsetzen wolle, „in eklatanter Weise gegen das Recht auf Leben ungeborener Kinder“.

Zwangverordnung

„Wir sind zutiefst besorgt über die Ankündigung des Nordirland-Ministeriums, das sich über das nordirische Parlament hinwegsetzt, um den hiesigen Gesundheitsminister zu zwingen, einige der extremsten und liberalsten Abtreibungsdienste auf diesen Inseln zuzulassen.“

Ein solches Vorgehen, das jüngste in einer Reihe von Maßnahmen der derzeitigen Regierung in Westminster, missachte auch das internationale Friedensabkommen zwischen den irischen und britischen Inseln, das sogenannte Karfreitagsabkommen. Die Bischöfe bekräftigen, dass „das Recht auf Leben jeder Mutter und ihres ungeborenen Kindes immer hochgehalten und geschützt werden muss“. 

Seit kurzem legal

Abtreibung und die Ehe zwischen zwei Partnern desselben Geschlechts sind in Nordirland seit Herbst letzten Jahres unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die entsprechenden Gesetzesänderungen, die das Parlament von Westminster im Juli 2020 beschlossen hatte, traten im Oktober letzten Jahres in Kraft.

(vatican news)

23 März 2021, 11:47