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Myanmar: Kirche ruft zu Friedensgebet auf

Einige Diözesen des Landes rufen die Katholiken Myanmars dazu auf, zu fasten und zu beten, um eine friedliche Lösung der schweren politischen Krise zu fördern. Das Militär solle die Gewalt gegen diejenigen stoppen, die gegen den Putsch vom 1. Februar protestieren.

Eine Gebetskampagne für den Frieden und die Wiederherstellung der Demokratie in Myanmar startet auch der Nationale Kirchenrat von Korea (NCCK). Er ruft koreanische Christen dazu auf, bis Ostern jeden Tag mittags eine Gebetsminute für Myanmar zu halten.

Seit dem Staatsstreich vom 1. Februar wurden mindestens 250 Menschen von den Sicherheitskräften getötet, mit neuen Opfern am vergangenen Wochenende. Die Gewalt, Verhaftungen und Entlassungsdrohungen gegen Arbeiter, die sich an Streiks beteiligen, haben die Proteste nicht gestoppt, die auch an diesem Dienstag noch andauern. 

Gebete um friedlichen Ausweg aus der Krise

Das Bistum Taungngu in Myanmar ruft dazu auf, am 21. März von 6 bis 18 Uhr zu fasten und zu beten. Der Klerus werde gebeten, um 6 Uhr morgens eine Messe zu feiern und bis 18 Uhr eine Ewige Anbetung anzubieten. „Wir alle wissen und spüren, dass sich die anhaltende Krise in unserem Vaterland beschleunigt. Ich glaube, dass es die Pflicht eines jeden Bürgers ist, Frieden zu schaffen“, sagte Isaac Danu, Bischof von Taungngu.

Seit Anfang März haben in der Diözese Lashio im nördlichen Shan-Staat der Bischof, die Priester, Ordensleute und Laien jeden Donnerstag eine Stunde Anbetung gehalten und jeden Samstag den Rosenkranz gebetet. Auch die Diözese Pathein schloss sich an und rezitierte die Novene und andere Gebete für den Frieden im Land.

Die Bischofskonferenz von Myanmar rief ihrerseits am 7. Februar zu einem Tag mit besonderen Gebeten, Fasten und Anbetung auf, um ein Ende der Gewalt in Myanmar zu fordern.

Täglich Morde und Verhaftungen

Indonesien und Malaysia haben Brunei, das zurzeit den Südostasiatischen Staatenbund ASEAN anführt, gebeten, ein dringendes Treffen abzuhalten, um die Krise in Myanmar zu besprechen. Myanmars Nachbarländer haben die UN-Sonderbeauftragte Christine Schraner Burgener eingeladen, an den ASEAN-Beratungen teilzunehmen.

Vom 1. bis 21. März wurden in Myanmar mindestens 250 Menschen getötet und mehr als 2.665 festgenommen, berichten Aktivisten der „Assistance Association for Political Prisoners“.

(vatican news - mg)

23 März 2021, 13:51