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Weiterhin Gewalt in Kolumbien durch Guerilla: hier wird eine Frau von Soldaten wegtransportiert (3. März 2021) Weiterhin Gewalt in Kolumbien durch Guerilla: hier wird eine Frau von Soldaten wegtransportiert (3. März 2021) 

Kolumbien: Kirche kritisiert Guerilla wegen Gewalt an Indigenen

Die katholische Kirche in Kolumbien hat die Parteien des bewaffneten Konfliktes an der besonders betroffenen Pazifikküste aufgefordert, eine Verhandlungslösung zu suchen. Die Kolumbianische Bischofskonferenz rief in einer am Mittwoch (Ortszeit) verbreiteten Erklärung die Regierung von Präsident Ivan Duque dazu auf, Raum für den Dialog zu schaffen.

Der Krieg in der Provinz Antioquia, an der Pazifikküste und in anderen Regionen des Landes treffe die indigene und afrokolumbianische Bevölkerung sowie Kleinbauern besonders hart und zerstöre viele Menschenleben.

Quibdos Bischof Juan Carlos Barreto rief zugleich die marxistische Guerilla-Organisation ELN dazu auf, von ihr verminte Schulen und Wohngebiete sowie die Verkehrswege innerhalb von indigenen Territorien von Sprengsätzen zu befreien, damit die Menschen sich dort wieder uneingeschränkt bewegen könnten.

Die Pazifik-Region Kolumbiens wird derzeit von einer neuen Gewaltwelle erschüttert. Mehrere tausend Menschen hätten vor Kämpfen zwischen der marxistischen ELN-Guerilla und rechtsextremen paramilitärischen Gruppen fliehen müssen, berichtete Barette weiter. Die Region ist von struktureller Bedeutung für die Drogenproduktion und den Vertrieb.

(kna - mg)

18 März 2021, 12:23