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Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti 

Italien: Bischöfe bereiten synodalen Prozess vor

Der vom Papst verlangte „synodale Prozess" soll für die katholische Kirche in Italien eher als Methode denn als inhaltliche Reform wichtig werden. Dies geht aus der Abschlusserklärung des Ständigen Rates der Bischofskonferenz von diesem Donnerstag hervor.

Bedeutsam werde der Prozess vor allem angesichts der schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lage, in die viele Menschen durch die Pandemie geraten seien. Angesichts dieser Herausforderung sei der synodale Weg „Impuls und Chance", den gesellschaftlichen „Wiederaufbau anzuregen, zu begleiten und zu lenken". Für die Bischöfe sei es „an der Zeit, Überbauten, die nach Abgestandenem und Wiederholung riechen, aufzugeben". Die Zeit des „Das hat man schon immer so gemacht" sei vorbei, heißt es unter anderem in der Mitteilung der Italienischen Bischofskonferenz CEI.

„Mehr noch als ein Inhalt muss der synodale Weg als Stil gestaltet werden“

Viel konkreter werden die italienischen Bischöfe mit Blick auf ihren „synodalen Prozess“ nicht. Es gehe darum, in dem nun begonnenen Prozess zunächst genau hinzuhören, um zu erfahren, was wo wichtig sei. Dies könne sich von Region zu Region, von Pfarre zu Pfarre unterscheiden, heißt es. Und: „Mehr noch als ein Inhalt muss der synodale Weg als Stil gestaltet werden, der in der Lage ist, das Gesicht der Kirche in Italien zu verändern", so die Bischöfe.

Vollversammlung im Mai

Ziel sei es, dass dabei jede Gemeinde einen synodalen Stil entwickle. Dabei müsse auch Laien mehr Beteiligung und Verantwortung zugestanden werden. Genauere Verfahren und Termine für den synodalen Prozess sollen bei der Vollversammlung der Bischöfe Ende Mai (24.-27.5.2021) besprochen werden.

Im Januar hatte Papst Franziskus Vertreter der Bischofskonferenz aufgefordert, in Italien endlich einen synodalen Prozess zu beginnen, der die Kirche „von unten nach oben und von oben nach unten" ergreifen solle. Jede Diözese und jede Gemeinde müsse sich dabei einbringen.

Gedenktag für Missbrauchsopfer

 

Weiteres Thema des Ständigen Rates der Italienischen Bischofskonferenz war die aktuelle Lage im Land, auch mit Blick auf die Pandemie. Die Bischöfe bekräftigten hier ihre Unterstützung der Impfkampagne. Es sei ebenso wichtig, den Menschen durch „konkrete Aktionen Unterstützung zu geben“, etwa Familien sowie besonders Bedürftigen. Zudem gehe es darum, jungen Menschen wieder Vertrauen und Hoffnung zu geben. Gesprochen wurde auch über das Thema Priesterausbildung, welches weiter vertieft werden solle. Der Rat aktualisierte zudem den nationalen Gedenktagskalender, unter anderem wurde hier ein Gebetstag der katholischen Kirche in Italien für die Opfer von Missbrauch und Kinderschutz aufgenommen, der am 18. November begangen werden soll.

( cei/kna - sst)

25 März 2021, 15:51