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Kardinal Gualtiero Bassetti Kardinal Gualtiero Bassetti  (ANSA)

„Synodaler Weg“ auf Italienisch

Auch die Kirche in Italien hat einen „Synodalen Weg“: Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti spricht in dieser Hinsicht von einer missionarischen Verpflichtung der Pfarreien. Er äußerte sich beim Auftakt der Frühjahrsversammlung des Ständigen Rates der Bischofskonferenz.

Diese Verpflichtung sei für „eine Gemeinschaft“ notwendig, „die sich ganz dem Evangelium verpflichtet fühlt“. In diesem Bild der Pfarrei sehe man „jenen synodalen Weg, zu dem Papst Franziskus die italienische Kirche auch am vergangenen 30. Januar während des Treffens des Nationalen Katechetischen Amts aufgefordert hat“, so der Kardinal von Perugia in seinem Redebeitrag.

Die Konferenz von Florenz

Der Papst habe die Gläubigen in Italien eingeladen, „einen Prozess einer nationalen Synode zu beginnen, Gemeinschaft für Gemeinschaft, Diözese für Diözese“. Und in diesem Sinne sollte die Kirche in Italien „vorwärts gehen“. „Unser Nachdenken über den synodalen Weg“, so der Kardinal, „basiert auf einem neuen christlichen Humanismus und auf der gegenwärtigen Realität, die von Leid, Verwirrung, Zorn und Zukunftsangst spricht“.

Nicht verwechseln

Der synodale Prozess in Italien ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem „Synodalen Weg“ in Deutschland oder der Schweiz. Während es nördlich der Alpen um eine Kirchenreformdebatte geht, handelt es sich beim „cammino sinodale“ um eine Art Neuevangelisierung auf Pfarrei-Ebene. Ausgehend von drei Aspekten – Gemeinschaftssinn, Handlung und Perspektiven - skizziert der Präsident der Bischofskonferenz den weiteren Weg. „Hier liegt das Geheimnis der Synodalität: die Verflechtung von Zentrum und Peripherie. Die Zukunft unserer Kirchen geht durch diese kontinuierliche und dynamische Bewegung. In ihrer Entfaltung wird sie selbst zu einer Gemeinschaft, die das Netz der Geschwisterlichkeit verkündet, feiert und fördert.“

(vatican news - mg)

23 März 2021, 13:33