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Vor genau einem Jahr leisteten die beiden Rivalen Silva Kiir und Rieck Machar ihren Schwur für die Regierung der nationalen Einheit (Archivbild) Vor genau einem Jahr leisteten die beiden Rivalen Silva Kiir und Rieck Machar ihren Schwur für die Regierung der nationalen Einheit (Archivbild)  (AFP or licensors)

Südsudan: Appell für Frieden und Stabilität

Zum ersten Jahrestag der nationalen Einheitsregierung im Südsudan an diesem Montag appellieren kirchliche und zivile Verbände an die Regierung, Frieden, Sicherheit und Stabilität wiederherzustellen und „jedem Blutvergießen“ ein Ende zu bereiten.

In einem gemeinsamen Statement an die Adresse der Regierung (Transitional Government of National Unity) äußerten sich der Rat der Kirchen des Landes (SSCC), das Nationalforum der Zivilgesellschaft (SSCSF) sowie die Koalition südsudanesischer Frauen (SSWCP). Insbesondere beklagen die Verfasser des Appells die „zerstörerischen Gewalttaten zwischen den Gemeinschaften, die Vertreibung von Zivilisten, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt“ sowie die „Straßenblockaden, um Geld von Reisenden und humanitären Helfern zu erpressen“. Ebenso prangern sie eine Wirtschaft an, „die ins Wanken gekommen ist mit einer schwindelerregenden Inflationsrate“. Des Weiteren erinnern die Autoren daran, dass „die Berichte der Hilfsorganisationen ein stetiges Ansteigen der Anzahl von Menschen im Land verzeichnen, die Hilfe benötigen“.

Bevölkerung braucht Frieden, Sicherheit und Stabilität

Dieser Appell sei nicht der erste dieser Art, erinnern die Unterzeichner des Dokumentes. Sie appellieren gleichzeitig an „alle Vertreter und Führungspersönlichkeiten der Religionen, Frauen, junge Menschen und die Vertreter der Zivilgesellschaft, sich zu vereinen, die Stimme zu erheben und das zu fordern, was die Bevölkerung dringend benötigt, nämlich Frieden, Sicherheit und Stabilität.“

Positive Signale, aber Wende bleibt aus

Zwar erkenne man an, dass es weniger militärische Auseinandersetzungen zwischen den Konfliktparteien gebe, genauso wie die „positiven Schritte“, die gemacht würden, um diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die Verbrechen gegen Zivilisten begangen hätten und die Arbeit der Regierung zu fördern. Dennoch  zeigen sich die Verfasser des Appells „tief besorgt darüber, dass die allgemeine Situation sich nicht auf überzeugende Weise verbessert" habe. Auch die vorhergehenden Appelle hätten nicht für eine einschneidende Wende in der Krise, die das Land im Griff habe, gesorgt.

Appelle gehen weiter

Aus diesem Grund seien sie entschlossen, ihren Appell so lange zu wiederholen, „bis alle nationalen Führer ihn hören und Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Wohlstand für alle Bürger Südsudans bringen werden“. Die Note schließt mit dem Hashtag #SouthSudanIsCalling.

Der Rat der Kirchen SSCC ist ein ökumenischer Verband, der verschiedene Kirchen zu seinen Mitgliedern und Unterstützern zählt und schon lange für die nationale Versöhnung eintritt. Die Koalition der Frauen und das Forum der Zivilgesellschaft setzen sich für Frieden im Land ein. 

(vatican news - cs)

22 Februar 2021, 12:42