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Mädchen, die vor Bewaffneten geflohen sind, warten vor dem Schulgelände auf ihre Eltern, nachdem Bewaffnete mehrere hundert 300 Schülerinnen entführt haben. Mädchen, die vor Bewaffneten geflohen sind, warten vor dem Schulgelände auf ihre Eltern, nachdem Bewaffnete mehrere hundert 300 Schülerinnen entführt haben.  (ANSA)

Nigeria: Abermals Schülerinnen entführt

In dem westafrikanischen Land ist es wieder zu einer Massenentführung von Schülerinnen gekommen. Das bestätigte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF an diesem Samstag und äußerte ihre Sorge über die Lage in Nigeria. In der Nacht hätten die Entführer die staatliche Mädchenschule in Jangebe im Nordwesten Nigerias angegriffen.

Bisher ist die genaue Anzahl der entführten Schülerinnen noch nicht klar. „Wir sind wütend und traurig über einen weiteren brutalen Angriff auf Studenten in Nigeria“, sagte Peter Hawkins, UNICEF-Vertreter in Nigeria. „Dies ist eine grobe Verletzung der Kinderrechte und eine schreckliche Erfahrung für Kinder, die sie durchmachen müssen - eine, die dauerhafte Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben könnte“, so Peter Hawkins.

Regierung tut, was sie kann

UNICEF erkennt die Bemühungen der nigerianischen Regierung um die Freilassung der entführten Schulkinder in Nigeria an und ruft die Regierung und alle Beteiligten auf, die Schulen im Land sicher zu machen.

Der Angriff auf die Schule kam etwas mehr als eine Woche nach einem ähnlichen Angriff in einem weiteren nigerianischen Bundesstaat auf eine Schule für Jungen. UNICEF arbeitet mit Partnern zusammen, um die genaue Zahl der entführten Schulmädchen zu bestätigen, die derzeit auf über 300 geschätzt werde.

Hinter bisherigen Entführungen im Nordosten Nigerias steckte meist die islamistische Terrormiliz Boko Haram, die einen islamistischen Staat einführen will. Organisiertes Kidnapping gilt immer auch als Einnahmequelle für Lösegeld.

(unicef – mg)

27 Februar 2021, 09:08