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Südafrika: Erzbischof Gabuza ist tot

Erzbischof Abel Gabuza war Koadjutor der Erzdiözese Durban. Er erlag am Sonntagmorgen einer COVID-19-Erkrankung.

Es war Südafrikas Kardinal Wilfrid Fox Napier O.F.M., Erzbischof von Durban, der den Tod seines Koadjutors bekannt gegeben hat. Erzbischof Gabuza sei am Sonntagmorgen um 11.45 Uhr im Hillcrest Hospital verstorben, so der Kardinal. Zwar sei der Koadjutor erst seit zwei Jahren in Durban tätig gewesen, doch in dieser Zeit habe er sich einen Namen als sanfter, fürsorglicher und warmherziger Seelsorger gemacht und auf die Menschen sofort Eindruck gemacht. „Das ist ein weiterer Grund, warum sein Ableben ein so großer Verlust für uns und die gesamte Kirche im südlichen Afrika ist“, sagte Kardinal Napier.

In einem Tweet vom 10. Januar 2021 hatte der Kardinal zu „geistlicher Solidarität“ mit Erzbischof Abel Gabuza aufgerufen. Zu diesem Zeitpunkt lag dieser mit einer neuen Variante von COVID-19 auf der Intensivstation.

Ernennung zum künftigen Erzbischof von Durban

Erzbischof Gabuza hätte die Nachfolge von Kardinal Napier als Erzbischof von Durban antreten sollen. Der Kardinal, der seit 1992 Erzbischof von Durban ist und 2001 in das Kardinalskollegium erhoben wurde, reichte 2016 vorschriftsgemäß an seinem 75. Geburtstag seinen Rücktritt ein. Papst Franziskus bat ihn jedoch, der Erzdiözese noch eine Weile vorzustehen.

Erzbischof Gabuza wurde am 23. März 1955 geboren. Papst Franziskus ernannte ihn am 9. Dezember 2018 zum Koadjutor mit Nachfolgerecht der Erzdiözese Durban. Bis zu diesem Zeitpunkt war Erzbischof Gabuza Bischof der Diözese Kimberley in Südafrika.

Geachtet und offenherzig

Erzbischof Gabuza wuchs während der schwierigen Zeit der Apartheid im Township Alexandra auf. Seine Mutter schickte ihn auf ein Internat, auch um den jungen Gabuza der schwierigen Umgebung zu entziehen. Sein Vater starb, als er noch jung war. Am 15. Dezember 1984 wurde er zum Priester der Erzdiözese Pretoria geweiht.

Stark in Fragen der sozialen Gerechtigkeit

Während seiner Zeit als Vorsitzender der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der südafrikanischen Bischofskonferenz förderte Erzbischof Gabuza seinen Ruf als respektierter und auch freimütiger Bischof in Fragen der Korruption und sozialen Gerechtigkeit.

Seiner Ernennung zum Koadjutor-Erzbischof von Durban begegnete er mit Respekt und verlieh seinen Befürchtungen darüber Ausdruck, von der überwiegend ländlichen Diözese Kimberley in die kosmopolitischere Erzdiözese Durban zu wechseln.

(vatican news - ps/cs)

17 Januar 2021, 16:13