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Umweltzerstörung: Der Chalki-Gipfel, der an diesem Dienstag in die vierte Runde ging, befasst sich mit dem Thema Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit Umweltzerstörung: Der Chalki-Gipfel, der an diesem Dienstag in die vierte Runde ging, befasst sich mit dem Thema Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit   (AFP or licensors)

Patriarch Bartholomaios: „Pandemie ist kein Racheakt Gottes“

Zum Abschluß des vierten Chalki-Gipfels zu Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit hat das Oberhaupt des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel zum respektvolleren Umgang mit der Natur aufgerufen. Coronabedingt konnte die dreitägige Begegnung, bei der sich internationale Experten und Kirchenvertreter zum Thema Klimawandel und Corona-Pandemie austauschten, nicht wie üblich an der Theologischen Hochschule auf der Insel Chalki im Marmara-Meer vor Istanbul stattfinden, sondern musste ins Internet verlegt werden.

„Es kann nur dann eine Umkehrung des Klimawandels geben, wenn wir die Art und Weise, wie wir unseren Planeten wahrnehmen und behandeln, radikal verändern“ betonte der Patriarch, der einen Teil des Problems in der mangelnden Bereitschaft ausmachte, „Opfer für andere und für die Erde zu bringen.“

„Die Welt ist größer ist als unsere individuellen Sorgen und Ambitionen“

 

„Die Corona-Pandemie hat uns daran erinnert, dass die Welt größer ist als unsere individuellen Sorgen und Ambitionen, größer als unsere Kirche und unsere Glaubensgemeinschaft und auch größer als unsere politischen Mächte und nationalen Interessen," stellte Bartholomaios I. fest, der wegen seiner zahlreichen Initiativen im Umweltbereich oft auch als „grüner Patriarch“ bezeichnet wird. Der Rückgang der Umweltverschmutzung in den Monaten des Lockdowns habe gezeigt, dass man wirklichen Fortschritt nicht auf der Zerstörung der natürlichen Umwelt aufbauen könne.

Als besonders bedenklich betrachtet Bartholomaios die Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem „anhaltenden exzessiven Eingreifen des Menschen in die Natur“ – illegaler Wildtierhandel, Abholzung, Urbanisierung, Intensivlandwirtschaft – und der schnellen Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten und Viren von Tier zu Tier, und auch dem Menschen.“ Es sei kein Zufall, dass „die Zunahme der durch Wildtiere übertragenen Krankheiten mit dem zunehmenden Eingriff des Menschen in die Natur und dem raschen Klimawandel einhergeht“, so Bartholomaios.

Der verzweifelte Ruf der Natur

„Die Pandemie ist kein 'Racheakt' Gottes, sondern der an alle ergehende verzweifelte Ruf der Natur, respektvoller mit ihr umzugehen,“ gab er abschließend zu bedenken.

(vaticannews – skr)
 

28 Januar 2021, 10:27