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Archivbild von August 2020: Demonstranten malen Kreuze auf die Straße, um der 72 Migranten zu gedenken, die im August 2010 durch das Drogenkartell Los Zetas in Tamaulipas ermordet worden waren Archivbild von August 2020: Demonstranten malen Kreuze auf die Straße, um der 72 Migranten zu gedenken, die im August 2010 durch das Drogenkartell Los Zetas in Tamaulipas ermordet worden waren  (ANSA)

Mexikos Kirche will Massenmord an Migranten aufgeklärt sehen

Die katholische Kirche in Mexiko fordert eine umfassende Aufklärung der Hintergründe eines Massakers an mutmaßlich 19 guatemaltekischen Migranten. Unbekannte Täter hatten die Durchziehenden vor wenigen Tagen im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipa ermordet.

„Die Behörden haben nichts unternommen, es waren die Einwohner, die den Fall bekannt gemacht haben“, sagte der mexikanische Bischof Raul Vera Lopez aus der Diözese Saltillo in einem wegen der Corona-Pandemie im Internet übertragenen Gottesdienst am Sonntag (Ortszeit).

Die Staatsanwaltschaft von Tamaulipas hatte am Samstag den Fund von 19 verkohlten Leichen gemeldet. Sie wurden offenbar in Fahrzeugen erst erschossen und dann verbrannt. Die mutmaßlichen Migranten aus Guatemala hatten offenbar Schlepper dafür bezahlt, sie über die Grenze in die USA zu bringen. Der Menschenhandel sei ein großes Geschäft für die Mafia, so der Bischof. Aber die verfeindeten Gruppen wollten offenbar nicht, dass ihre Rivalen mit Migranten Geld verdienten und hätten deshalb entschieden, die Menschen zu töten.

(kna - cs)

25 Januar 2021, 09:39