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Gewalt: in Kolumbien leider an der Tagesordnung Gewalt: in Kolumbien leider an der Tagesordnung  (ANSA)

Kolumbien: Erneut drei Menschenrechtsverteidiger ermordet

In Kolumbien sind innerhalb von 24 Stunden drei Sozialaktivisten ermordet worden. Seit Jahresbeginn 2021 wurden bereits elf Morde gezählt. Gründe für die Gewalt sind der Drogenhandel sowie soziale und territoriale Konflikte.

Wie die Menschenrechtsorganisation Indepaz am Wochenende mitteilte, handelte es sich bei den Opfern um einen Menschenrechtsverteidiger, der sich für die Rechte der afrokolumbianischen Gemeinde engagierte, einen Umweltschützer, der sich gegen den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat einsetzte und einen Lokalpolitiker. Schauplatz der Morde waren nach Angaben des TV-Senders Caracol die Bundesstaaten Cordoba, Antioquia und Cauca.

Kolumbien ist eines der gefährlichsten Länder weltweit für Menschenrechtsverteidiger. Laut einer Dokumentation von Indepaz wurden im Jahr 2020 insgesamt 310 Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger getötet.

(kna-skr)

18 Januar 2021, 10:33