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Großbritannien/Indien: Freilassung von Pater Swamy gefordert

In Großbritannien fordern ein Kardinal und ein Ordensverantwortlicher von der indischen Regierung die Freilassung eines Jesuiten, der seit drei Monaten in Haft ist. Der indische Jesuit Stan Swamy steht aus Sicht der indischen Behörden im Verdacht, maoistische Rebellen unterstützt zu haben. Der 83jährige Ordensmann hat den Vorwurf zurückgewiesen.

Kardinal Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster, und Pater Damin Howard, Provinzial der Jesuiten in Großbritannien, appellierten an die Regierung in New Delhi, den erkrankten Ordenspriester „aus humanitären Gründen auf Kaution“ freizulassen. Swamy verteidigt die Rechte der indigenen Völker im Bundesstaat Jharkhand. Er wurde am 8. Oktober letzten Jahres unter dem Vorwurf des Terrorismus und der Aufwiegelung verhaftet und leidet an Parkinson.

In einem offenen Brief an die Exekutive in Neu-Delhi schreiben Kardinal Nichols und Pater Howard, auch die UNO habe ihre Sorge „über die willkürliche Verhaftung von Pater Swamy und die Art und Weise zum Ausdruck gebracht, in der der indische Staat versucht, seine friedliche Arbeit für die Menschenrechte zu delegitimieren.“ Man schließe sich dieser Solidarität mit Pater Swamy an. Auf freiem Fuß könne der Ordensmann „die notwendige medizinische Behandlung erhalten und die offensichtlich ungerechten Anklagen gegen ihn anfechten“.

Pater Swamy habe sein Leben „der Arbeit für die verfassungsmäßigen Rechte der ärmsten und am meisten ausgegrenzten Menschen in Indien gewidmet", so der britische Kardinal und der Provinzial. Für ähnliche anliegen hätten bereits viele Jesuiten ihr Leben gegeben.

(vatican news – gs)

27 Januar 2021, 11:55