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Die schwedische Hauptstadt Stockholm Die schwedische Hauptstadt Stockholm 

Schweden: Bei Gottesdiensten maximal 8 Personen erlaubt

Die steigenden Corona-Zahlen wirken sich auch in dem nordischen Land auf die Messfeier aus. In einem Schreiben an die Gläubigen hat der Stockholmer Bischof Anders Arborelius nun zu den restriktiven Maßnahmen Stellung genommen, die am 24. November zur Eindämmung von Covid-19 in Kraft getreten sind.

„Für uns Katholiken in Schweden sind die jüngsten Vorschriften, mit denen die Messefeier eingeschränkt wird, ein schwerer, schmerzlicher Schlag,“ leitet Arborelius sein Schreiben ein. Der schwedische Kardinal schrieb seinen Gläubigen im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der restriktiven Maßnahmen, die eine Begrenzung der Messeteilnehmer auf nur 8 Personen vorsehen.

Er hoffe und bete, dass dies nur vier Wochen gelten werde, so der Bischof der schwedischen Hauptstadt weiter. Aber „die Ausbreitung der Infektion hat so stark zugenommen, dass dieser drastische Schritt gemacht werden muss, auch wenn es für viele nicht einfach ist, dies zu verstehen.“ Arborelius ruft in seinem Brief zum Gebet für kranke und einsame Menschen sowie für alle im Gesundheitsdienst Tätigen auf.

Auf der Welt gibt es noch viel größeres Leid...

Man müsse auch weiter den Armen und Obdachlosen helfen, „die in dieser Zeit am verletzlichsten sind“, so sein Appell. Bei allem Schmerz dürfe man aber auch nicht vergessen, dass es auf der Welt noch viel größeres Leid gebe, gibt der Kardinal abschließend zu bedenken und nennt dabei „vor allem Honduras, Armenien, Äthiopien, Jemen und den Libanon.“

Hintergrund

Während viele europäische Länder in der Corona-Krise restriktive Maßnahmen ergriffen und Lockdowns verhängt haben, hat Schweden seit Beginn der Pandemie einen Sonderweg gewählt, vor allem auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung gesetzt.

(sir- skr)

25 November 2020, 16:05