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Weltmissionssonntag wird weltweit begangen: Spenden für die Mission

Zu Spenden für die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke weltweit hat Missio-Österreich-Nationaldirektor P. Karl Wallner am Weltmissionssonntag im Wiener Stephansdom aufgerufen. Bei zahlreichen Reisen habe er selbst gesehen, dass die Kirche in Ländern des Globalen Südens, wo es oft keine Sozialsysteme gibt, „Unglaubliches“ leistet.

„In Afrika, in Myanmar, im Hurrikan-zerstörten Haiti - in all der Armut und dem Elend geben Christen anderen Hoffnung und helfen“, sagte Wallner und rief gerade angesichts der Folgen Corona-Pandemie zu einem „Akt der Solidarität“ für den Einsatz der Kirchen „für Bildung und gegen Armut, Elend. Zerstörung, Ungerechtigkeit“ auf. Die Messe feierte er mit Weihbischof Franz Scharl und Vertreterinnen und Vertretern aus zahlreichen anderssprachiger Gemeinden in Wien.

Seit vielen Jahren ruft die katholische Kirche jährlich am vorletzten Sonntag im Oktober weltweit dazu auf, für die pastorale und soziale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt zu sammeln. Insgesamt 1,3 Milliarden Katholiken begingen heute den „Sonntag der Weltmission“, erinnerte Missio-Chef Wallner im Stephansdom. „Die Kirche ist ein Global Player. Und wir sind ein 'global prayer', denn wir beten heute auch in Gottesdiensten in allen Kirchen weltweit“, sagte er.

„Gerade jetzt müssen wir Solidarität zeigen“

Eine Verschiebung der traditionellen Missio-Sammlung wegen der Corona-Pandemie habe Papst Franziskus energisch abgelehnt, schilderte Pater Wallner: „Er hat uns geschrieben: Nein, gerade jetzt müssen wir Solidarität zeigen.“

Mit der Hoffnung, dass die Spenden bei der Sammlung trotz Pandemie nicht einbrechen, rufe er daher zur Unterstützung auf, so Wallner. Missio Österreich habe sich vorgenommen, nach der Krise ein Spital In einer der ärmsten Gegenden Afrikas in Mosambik zu bauen. „Noch in 100 Jahren soll man dort sagen: Schaut, dieses Krankenhaus steht hier, weil die Menschen in Österreich damals mit Nächstenliebe und Mut auf eine Seuche reagiert haben“, sagte der Missio-Leiter.

„Deine 20 österreichischen Euro sind in vielen Ländern Afrikas 400 Euro wert“

Viele junge Leute protestierten in diesen Tagen auf den Straßen der Städte, führte Wallner weiter aus. „Sie haben erkannt, dass wir auf diesem Planeten alle im selben Boot sitzen. Sie gehen aber auch deshalb auf die Straße, weil sie sich oft ohnmächtig und hilflos fühlen“, so der Missio-Chef. „Aber wir Christen sind nicht hilflos“, betonte Wallner. Die Kollekte am Weltmissionssonntag biete die Chance, die Welt nachhaltig ein Stück zu verändern. „Und ich sage immer dazu: Deine 20 österreichischen Euro sind in vielen Ländern Afrikas 400 Euro wert“, ergänzte der Mission-Österreich-Nationaldirektor.

Weltweit werden mit der diesjährigen Spendenaktion vor allem Corona-Aufklärungskampagnen und Lebensmittel-Ausgaben von Pfarren unterstützt, sowie Schüler, Priester, Katechisten und Klausurschwestern, die durch die Pandemie in Not geraten sind, erklärte der zuständige vatikanische Kurienerzbischof Giampietro Dal Toso vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Österreich.

(kap - cs)

 

18 Oktober 2020, 13:05