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Neuer lateinischer Patriarch Pizzaballa (hier auf einem Archivbild) Neuer lateinischer Patriarch Pizzaballa (hier auf einem Archivbild) 

Neuer Patriarch Pizzaballa: „Mit Zuversicht nach vorne schauen"

Der neue Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, hat die Menschen im Nahen Osten aufgerufen, sich nicht entmutigen zu lassen. Der 55-jährige Italiener äußerte sich am Samstag in einer Grußbotschaft anlässlich seiner Ernennung zum Patriarchen durch Papst Franziskus.

In seiner vierjährigen Amtszeit als Apostolischer Administrator habe er erlebt, „dass wir neben den vielen Problemen auch die Ressourcen, den Wunsch und die Kraft haben, mit Zuversicht nach vorne zu schauen“, machte der Franziskaner in seiner Botschaft Mut.



Von Corona bis Politik ohne Vision

Als Herausforderungen nannte Pizzaballa unter anderem eine „engstirnige Politik“ ohne Mut und Vision, eine zunehmende Fragmentierung des sozialen Lebens, wirtschaftliche Probleme sowie die Corona-Pandemie, aber auch die in immer größeren Schwierigkeiten steckenden katholischen Schulen. Das alles sei schmerzhaft, könne jedoch auch Motivation sein, um über sich selbst hinauszuwachsen, so der Franziskaner.



„Nicht immer einfach, manchmal anstrengend“

Seine Amtszeit als Administrator bezeichnete Pizzaballa als „nicht immer einfach, manchmal anstrengend“. Es sei jedoch gelungen, „einige Probleme der Diözese zu lösen, damit ihr Zeugnis und ihre Mission flexibler und transparenter werden können“. Auch in Zukunft warteten schwierige Momente und komplexe Entscheidungen, so Pizzaballa, der sich zugleich zuversichtlich gab.

(kap – pr)

 

24 Oktober 2020, 15:15