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Luis Arce (iItte) gilt als Favorit der Präsidentschaftswahlen in Bolivien Luis Arce (iItte) gilt als Favorit der Präsidentschaftswahlen in Bolivien  (AFP or licensors)

Bolivien: Bischofskonferenz lobt respektvolle Präsidentenwahl

Bei den Wahlen in Bolivien sieht es nach einem Sieg für Luis Arce aus. Jenseits dessen, wer neuer Präsident wird, hat die Bischofskonferenz des Landes zu den friedlichen und respektvollen Wahlen gratuliert.

„Glückwunsch an das bolivianische Volk für diesen Wahltag, der in Frieden und Respekt aller sowie mit großer Wahlbeteiligung ablief, wodurch frei der eigene Wille für die zukünftige Führung Boliviens geäußert werden konnte“, erklärte das Generalsekretariat der Bolivianischen Bischofskonferenz nach den Präsidentschaftswahlen vom Sonntag. Es sei ein großer Tag gewesen, der der „demokratischen Berufung des Volks“ Ausdruck verliehen habe, ebenso wie einer „Normalisierung der Demokratie und Wahlen im Land“, zitierte der vatikanische Pressedienst Fides (Montag) aus dem Schreiben der Bischofskonferenz.

„Glückwunsch ans bolivianische Volk für diesen Wahltag der in Frieden und Respekt aller ablief“

Es gehe nun darum, in diesem „friedlichen Klima“ weiterzumachen und die offiziellen Wahlergebnisse abzuwarten. Nachwahlbefragungen zufolge liegt bisher der Linksgerichtete Luis Acre (MAS) mit mehr als 50 Prozent der Stimmen vorn. Ein offizielles Ergebnis wird erst in einigen Tagen erwartet.

Hintergrund

An den Präsidentschaftsahlen vom Sonntag hatten sich mehr als 7 Millionen Bolivianer und Bolivianerinnen beteiligt. Die lange ersehnten Wahlen waren aufgrund der Coronavirus-Pandemie immer wieder verschoben worden. Bolivien zählt bisher rund 140.000 Infizierte und 8.000 Tote.

Mit den Präsidentschaftswahlen vom Sonntag soll das Land nach einem turbulenten Jahr wieder Stabilität gewinnen. Nach der Präsidentschaftswahl vor einem Jahr war es in Bolivien zu starken Unruhen gekommen. Es gab Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den seit 2006 regierenden Präsidenten Evo Morales. Er floh nach Massenprotesten schließlich ins Exil; das Wahlergebnis wurde im November 2019 annuliert.

(fides - sst)

19 Oktober 2020, 11:53