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Unicef bereitet sich schon jetzt auf die Impfstoffverteilung gegen Covid-19 Unicef bereitet sich schon jetzt auf die Impfstoffverteilung gegen Covid-19  (ANSA)

Unicef: Lieferung von Impfstoffen gegen Covid-19 geplant

Noch gibt es keinen wissenschaftlich festgestellten Impfstoff gegen das Coronavirus, dennoch hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef schon einen möglichen globalen Impfplan erschaffen. Damit soll, so bald ein wirkungsvolles Mittel zur Verfügung steht, so rasch wie möglich und überall verteilt werden.

Zugang vor allem armer Länder soll garantiert sein

Man wolle so schnell wie möglich reagieren und helfen, hieß es in einer Note von Unicef. Mit mehreren vielversprechenden Impfstoffkandidaten hat das Hilfswerk bereits Verträge abgeschlossen, um die Beschaffung und Lieferung von Dosen an 92 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu garantieren. Der Kauf von Impfstoffen sei durch die Unterstützung von Stiftungen möglich, auch soll eine Reserveversorgung für humanitäre Notfälle unterstützt werden. Darüber hinaus wird Unicef auch als Koordinationsstelle fungieren, um die Ankäufe für weitere 80 Ländern mit höherem Einkommen zu unterstützen, die ihre Absicht bekundet haben, sich an der Anti-Covid-Impfung zu beteiligen. Dies soll hingegen von den eigenen öffentlichen Haushalten finanziert werden.

Enge Kooperation mit WHO und Weltbank

Unicef wird diese Anstrengungen in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Weltbank und Stiftungen wie der „Bill and Melinda Gates Foundation“ und anderen Partnern unternehmen. Die Beteiligung an dieser Einrichtung stehe allen Ländern offen, so dass kein Land ohne Zugang zu dem künftigen Covid-19-Impfstoff bleiben soll, heißt es in der Mitteilung von Unicef.

„Sicherstellen, dass alle Länder sicheren, schnellen und gerechten Zugang zu Anfangsdosen haben, sobald diese verfügbar sind.“

„Dies ist eine umfassende Partnerschaft zwischen Regierungen, Herstellern und multilateralen Partnern, um den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie mit einem sehr hohen Einsatz fortzusetzen“, sagte Henrietta Fore, Generaldirektorin von Unicef. „Bei unserer gemeinsamen Suche nach einem Impfstoff nutzt Unicef als Hilfswerk seine einzigartigen Stärken bei der Bereitstellung von Impfstoffen, um sicherzustellen, dass alle Länder sicheren, schnellen und gerechten Zugang zu Anfangsdosen haben, sobald diese verfügbar sind.“

Damit sei Unicef der weltweit größte Einzelabnehmer von Impfstoffen und stelle schon jetzt im Namen von fast 100 Ländern jährlich mehr als zwei Milliarden Impfstoffdosen für Routineimpfungen und Seuchenbekämpfung zur Verfügung, erläuterte Francesco Samengo, Präsident von Unicef Italien. „Unicef ist der wichtigste Beschaffungspartner der Allianz für Impfstoffe, die in den letzten 20 Jahren mehr als 760 Millionen Kinder mit lebensrettenden Impfstoffen erreicht und damit mehr als 13 Millionen Todesfälle verhindert hat.“

(vatican news - mg)

04 September 2020, 15:47