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Alternativen gibt es: Freiluftklasse in Mexiko Alternativen gibt es: Freiluftklasse in Mexiko  (AFP or licensors)

Corona-Folgen: Bildungschancen von Kindern in Gefahr

30 Prozent der Schüler weltweit sind ohne Zugang zu Online-Unterricht. Darauf hat das Kinderhilfswerk „SOS-Kinderdörfer weltweit“ jetzt unter Verweis auf internationale Erhebungen verwiesen. Diese „digitale Kluft“ habe langfristig „gravierende Auswirkungen auf die Bildungschancen“.


Während zum Beispiel in Deutschland die Schulen bald auch in den letzten Bundesländern unter einigermaßen normalen Umständen öffnen können, bleiben für Millionen Kinder weltweit Bildungseinrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen.

„Vielen Kindern auf der ganzen Welt stehen nicht die Voraussetzungen für Fernunterricht zur Verfügung, sie haben schlicht keinen Computer oder Internetzugang“, erinnert Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. „Welche gravierenden langfristigen Auswirkungen die digitale Kluft auf die Bildungschancen von Kindern hat, wird nun deutlicher denn je.“

30 Prozent ohne Zugang zu Online-Bildung


Laut UNICEF haben von den 1,5 Milliarden Schülerinnen und Schülern, deren Schulen geschlossen wurden, rund 463 Millionen - über 30 Prozent - keinen Zugang zum Online-Unterricht erhalten. Die Zahlen seien besonders alarmierend in Ländern mit niedrigem Einkommen. In Afrika südlich der Sahara beispielsweise haben laut UNESCO fast 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Zugang zu einem Computer oder Internet.

Rund ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler war bereits vor der Coronakrise von der digitalen Welt ausgeschlossen. Die Pandemie verschärfte das Problem. „Kinder haben ein Recht auf Bildung und damit muss für alle ein adäquater Unterricht sichergestellt sein, in welcher Form auch immer“, appelliert Breyer.

(sos kinderdoerfer/unicef – pr)
 

08 September 2020, 11:04