leeres Eurostar-Terrminal während des Corona-Lockdown leeres Eurostar-Terrminal während des Corona-Lockdown 

EU-Statistik: Corona-Lockdown verringert Asylgesuche

Während des Corona-Lockdown haben viele EU-Staaten einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Asylanträge registriert. Nach Angaben des EU-Statistikinstituts Eustat verringerte sich die Zahl der von April bis Juni gestellten Asylanträge in Europa um 69 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn (Januar bis März), wie der italienische katholische Pressedienst Sir berichtet.

Die meisten Asylgesuche zwischen April bis Juni 2020 stellten laut der Statistik syrische Bürgerinnen und Bürger (32 Prozent; 7.700 Anträge), gefolgt von Menschen aus Afghanistan (4.200 Gesuche) und Venezuela (3.000).

Deutschland und Frankreich an der Spitze

Bei den Erstanträgen lag Deutschland mit 31 Prozent an der Spitze (14.200 Anträge), gefolgt von Frankreich mit 19 Prozent (900 Anträge) und Spanien mit 15 Prozent (7.200 Anträge).

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gab es hingegen die meisten Anträge in Zypern, Slowenien und Griechenland.

Ende Juni waren gemäß Eustat 841.600 Anträge auf Asyl und Schutz in Prüfung. Die meisten davon in Deutschland (282.900 Gesuche), gefolgt von Frankreich (161.800) und Spanien (118.000).

(sir - sst)

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23. September 2020, 13:02