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Mexiko in Zeiten des Coronavirus Mexiko in Zeiten des Coronavirus 

Mexiko: Vertrauen in die Bildungsgemeinschaft haben

Die mexikanischen Bischofskonferenz vertraut darauf, dass die Bildungsherausforderungen in der gegenwärtigen Corona-Zeit überwinden werden können. Das schreiben die Bischöfe in einem Brief, der auf der Website des Bischofskonferenz veröffentlicht wurde. Das nordamerikanische Land gehört zu den meistbetroffenen Staaten der Welt.

Unterzeichnet ist der Brief von Bischof Enrique Díaz Díaz von Irapuato, Leiter des Bildungssektors der mexikanischen Bischofskonferenz, von Erzbischof Rogelio Cabrera López von Monterrey als Vorsitzender der Bischofskonferenz und Weihbischof Alfonso G. Miranda Guardiola von Monterrey, der Generalsekretär der mexikanischen Bischofskonferenz ist.

Der Brief wurde nach der Nachricht in Umlauf gebracht, dass mexikanische Schüler am 24. August in die Schule zurückkehren werden, jedoch nur virtuell, über Web- und TV-Plattformen, während für die indigenen Gemeinden Bildungsradioprogramme geplant seien. Die Entscheidung des mexikanischen Bildungsministeriums wurde getroffen, um weitere Träger der Coronavirus-Infektion zu vermeiden, die allein in den letzten 24 Stunden im Land etwa fünftausend neue Fälle registriert habe.

Wertschätzung und Respekt

„Wir grüßen die gesamte Bildungsgemeinschaft des Landes mit großer Wertschätzung und Respekt. Angesichts der Situation, in der wir leben, wollen wir ein Wort anbieten, das hilft, das Ganze und nicht nur die einzelnen Interessen zu erkennen; die Einheit und nicht den Konflikt zu fördern; sich auf das Nachdenken über die Realität und nicht nur über die Welt der Ideen zu konzentrieren; neben der Tatsache, uns selbst in der Zeit zu betrachten, was uns immer erlaubt, eine positive und solidarische Antwort zu geben“, schreiben die Bischöfe.

Bildung sei die menschliche Aktivität, die die Jugend darauf vorbereite, „zusammen zu sein und zu leben, in der Gegenwart und für die Zukunft“. Diese Zeit der Not habe die Mexikaner viele wichtige Dinge gelehrt. „Wir können nicht mehr nur an unser eigenes Wohl oder an die bloße institutionelle Stabilität denken; nur an das, was ich oder mein Volk brauchen, sondern wir müssen notwendigerweise an das Wohl der anderen denken: an die Verwandten, die Nachbarn, die umgebende Gesellschaft, die anderen Schulen, das Land als Ganzes, das ,gemeinsame Haus', wie Papst Franziskus zu pflegen sagt“, so die Bischöfe weiter.

Die Bischöfe lobten daher die Bemühungen von Eltern, Lehrern und Schulverwaltung in diesen letzten vier Monaten der gesundheitlichen Notlage. „Wir glauben, dass die Zeit gekommen ist, sie institutionell zu begleiten, mit einer staatlichen Politik, die allen zugutekommt“, betonten sie.

„Aus welchen Gründen auch immer laufen viele Kinder in unserem Land Gefahr, aus dem Klassenzimmer ausgeschlossen zu werden und damit nicht nur ihre zukünftige Entwicklung zu unterbrechen, sondern auch in eine Gegenwart negativer Muße, Vernachlässigung und Verlassenheit einzutauchen, ein Risiko angesichts anderer sozialer Übel, die ihnen schaden könnten“, fügten sie hinzu. Es sei an der Zeit, darüber nachzudenken, wie man zurückkomme und vor allem, was sich ändern müsse, denn die heutigen Umstände erfordern eine sehr zielgerichtete Ausbildung, heben die Bischöfe hervor.

(vatican news – mg)

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04. August 2020, 11:39