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Die Erscheinungsgrotte in Lourdes Die Erscheinungsgrotte in Lourdes  (AFP or licensors)

Frankreich: Lourdes-Wallfahrten kommen langsam wieder in Gang

Die Corona-Pandemie hat auch das Wallfahrtswesen weltweit einbrechen lassen. Zu gefährlich sind die Menschenmassen, die die großen katholischen Gnadenorte anziehen. Im südfranzösischen Lourdes geht es aber inzwischen vorsichtig wieder los. Traditionell findet an Maria Himmelfahrt die französische Nationalwallfahrt statt. Aus diesem Anlass hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin seinen Besuch angekündigt. Und die Wasserbecken werden wieder geöffnet.

Die Öffnung dieser mit Quellwasser aus der Grotte gefüllten Becken ist ein Zeichen für die schrittweise Normalisierung der Situation. „Allerdings kann man noch nicht in dem Wasser baden, “ so Pater Nicola Ventriglia, Wallfahrtskaplan in Lourdes. „Aber es wird ein Pilgerweg an den Becken entlangführen, an dessen Ende ein Wasserritus steht: Unsere Mitarbeiter werden den Pilgern etwas von dem Wasser reichen, das sie trinken oder mit dem sie sich waschen können. So wie Maria der heiligen Bernadette eine wundersame Erfahrung ermöglich hat, so wollen wir, dass es den Pilgern genauso geht.“

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Schließung der Wasserbecken hatte zu Protesten geführt

Üblicherweise baden jährlich bis zu 80.000 der vier bis sechs Millionen Pilger in den Wasserbecken, um dort geistliche und körperliche Heilung zu erfahren. Die Quelle fliesst an dem Ort, den der Tradition nach die Gottesmutter der heiligen Bernadette im Februar 1858 offenbart hatte. Von den gut achtzig offiziell vom Vatikan anerkannten Wundern in Lourdes stehen knapp die Hälfte im Zusammenhang mit dem Wasser. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte die Schließung der Wasserbecken zu Protesten geführt.

(vaticannews – mc)

13 August 2020, 11:44