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Der Hafen von Beirut: Am 4. August wurde die libanesische Hauptstadt von verheerenden Explosionen erschüttert Der Hafen von Beirut: Am 4. August wurde die libanesische Hauptstadt von verheerenden Explosionen erschüttert  (ANSA)

Beirut: Hafen hat Betrieb wieder aufgenommen

Der Hafen der libanesischen Hauptstadt, der bei den Explosionen am 4. August zerstört wurde, hat seinen Betrieb „mit voller Kapazität" wieder aufgenommen. Dies erklärte Hafendirektor Bassem el-Kaissi am Freitag nach einem Treffen mit französischen Soldaten, die der libanesischen Armee helfen, den Hafen von Trümmern zu befreien und die Infrastruktur wieder aufzubauen.

Der Wiederaufbau der Stadt geht nur schleppend voran – und das auch, weil davon jene Teile der Stadt ausgenommen sind, in denen die von der Regierung gewünschten Untersuchungen zu den Explosionsursachen durchgeführt werden.

Obwohl versprochen wurde, innerhalb von fünf Tagen Ergebnisse vorzulegen, herrscht zu den Ursachen der Katastrophe noch immer Schweigen. Bassem el-Kaissi hat den früheren Hafendirektor Hassan Koraytem abgelöst, der zusammen mit 15 anderen Personen verhaftet wurde. Ihnen wird vorgeworfen, schätzungsweise 2750 Tonnen Ammoniumnitrat jahrelang ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen im Hafen von Beirut eingelagert zu haben.

Die beseitigten Trümmer wiegen soviel wie der Eiffelturm...

Die französischen und libanesischen Soldaten haben den Ort der Explosion von Stahl- und Betontrümmern gesäubert, die dem Gewicht des Eiffelturms entsprechen.

Wie Hafendirektor Bassem el-Kaissi erklärte, hätten die Schiffseigentümer das Ausmaß der erlittenen Schäden bereits feststellen lassen, um es ihren Versicherungsgesellschaften melden zu können. Auch die unter den Trümmern geborgenen Güter werden den jeweiligen Eigentümern zur Beurteilung des Schadens zur Verfügung gestellt.

Der langsame Wiederaufbau der Gebäude und Geschäfte der Stadt ist bei der Bevölkerung auf scharfe Kritik gestoßen. Die Explosionen im Hafen von Beirut haben 200 Tote und mindestens 6.000 Verletzte gefordert. 300.000 Menschen wurden obdachlos.

(asianews - skr)

 

29 August 2020, 12:24