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Polizeigewalt: auch in Indien ein Thema Polizeigewalt: auch in Indien ein Thema  (AFP or licensors)

Polizeigewalt in Indien: Bischofskonferenz klagt an

Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu sind zwei Christen an den Folgen der brutalen Behandlung durch Polizisten gestorben, die sie wegen eines Verstoßes gegen COVID-19-Bestimmungen verhaftet hatten. Der Fall, der an die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten in den USA erinnert, hat landesweite Proteste ausgelöst und Menschenrechtsorganisationen auf den Plan gerufen.

Jayaraj und sein Sohn J. Fenix waren am 19. Juni auf die Polizeistation gebracht worden, weil sie ihr Geschäft über die erlaubten Öffnungszeiten hinaus geöffnet hatten. Auf der Polizeistation wurden sie brutal gefoltert und erst drei Tage später ins Krankenhaus gebracht, wo sie wenige Stunden später starben. Das Hohe Gericht von Tamil Nadu hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet, die beteiligten Polizeibeamten wurden suspendiert. Den anhaltenden landesweiten Protesten hat sich auch die katholische Kirche in Indien angeschlossen. „Eine solche Gewalt von Seiten derer, die die Bürger verteidigen sollten, ist inakzeptabel“, sagte Kardinal Oswald Gracias, Präsident der indischen Bischofskonferenz, der die Bestrafung der Schuldigen fordert.

Der jüngste Fall in einer langen Reihe von Gewaltaten 

Inzwischen haben mehrere Menschenrechtsorganisationen eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls und eine Polizeireform gefordert. Darunter auch die Bewegung Christlicher Frauen Indiens (Icwm). Laut Aicu ist der Fall nur der jüngste in einer langen Reihe von Gewaltaten der indischen Polizei, die sich während des Covid-19-Notstands vervielfacht haben.

(ucanews - skr)

01 Juli 2020, 14:08