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Symbolfoto Symbolfoto  (ANSA)

Bangladesch: Santal fordern Rückgabe ihrer Länder

Die ethnische Gruppe der Santal, die hauptsächlich aus Christen besteht, ist seit Jahrzehnten Opfer von Zwangsenteignungen. Viele Familien lebten in tiefster Armut, berichtet Asianews. Bei Protesten auf den Straßen wurde auch Gerechtigkeit für drei Santal gefordert, die 2016 von der Polizei getötet wurden: Die Schuldigen seien nie bestraft worden.

Bei einer friedlichen Demonstration forderten mehr als tausend Mitglieder der Santal-Ethnie die Regierung auf, ihnen ihre Länder zurückzugeben und den drei von der Polizei getöteten Männern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Die Santal sind zumeist Christen und gelten als „Bürger zweiter Klasse“ in Bangladesch. Die Zwangsenteignung ihrer Länder dauert schon seit Jahrzehnten an, berichtet Asianews.

Der Pfarrer von Mariampur in Katamor, im Norden des Landes, wo der Protest stattfand, P. Samson Marandy, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur: „Ich kenne mindestens 2.500 Santals, alles Christen, die ihr Land verloren haben. Sie leben ein unmenschliches Leben, schlafen unter freiem Himmel ohne jede Möglichkeit, etwas zu erhalten. Wir fordern die Politik auf, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen: Die Santal sind auch Bürger dieser Nation.“

Der Marsch sei ein wichtiges Signal. Philemon Basak, Vorsitzender der Kommission der Opfer von Zwangsenteignungen, sagt: „Bei den Zusammenstößen im November 2016 tötete die Polizei drei Christen, die friedlich demonstrierten. Die Urheber dieser Tat sind noch nicht identifiziert und bestraft worden. Wir werden weiter demonstrieren, bis wir Gerechtigkeit haben, auch auf nationaler Ebene.“

(asianews - mg)

23 Juli 2020, 10:37