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Argentinien: Erzbischof von Córdoba prangert Korruption an

Nicht nur Covid-19 ist eine Bedrohung für die Menschen in Lateinamerika, sondern auch Korruption. Darauf hat der Erzbischof von Córdoba , Carlos Ñáñez, in seiner Predigt hingewiesen.

„ In unserem Argentinien leiden wir inzwischen schon unter einem anderen Virus, das mindestens genauso schlimm ist oder sogar noch schlimmer: Das Virus der Korruption“, sagte der Geistliche in seiner Sonntagspredigt.

„Lasst Euch nicht auf Kompromisse und Lügen ein, schließt keine Pakte mit dem Bösen“

 

Erzbischof Ñañez rief daher alle dazu auf, „persönlich, entschieden und dauerhaft“ gegen Korruption vorzugehen: „Lasst Euch nicht auf Kompromisse und Lügen ein, schließt keine Pakte mit dem Bösen“, so sein Appell. Er mahnte,  „das Virus der Korruption zu überwinden, das das Leben der Ärmsten und Schwächsten zerstört und sie ausnutzt“.

Mangelnder Wille

Korrupten Leuten sei das Schicksal der Anderen egal, ihre Würde und ihr Wohlergehen interessierten nicht. Die Armut und Korruption in Argentinien seien „ein echter Skandal in einem prinzipiell reichen Land“, so der Erzbischof von Córdoba .  Das „Drama“ der Argentinier sei, dass es manchmal scheine, als „mangele es an Willen, das Virus der Korruption zu bekämpfen“, führte er weiter aus. Das Volk scheine dem Problem gegenüber die Augen zu verschließen, blind und taub zu sein – ganz ähnlich wie es die Bibel im Buch Jesaja berichte.

Bei Wahlen Zeichen gegen Korruption setzen

Der Erzbischof forderte zudem „persönlichen wie gesellschaftlichen Willen, sich Korruption entgegenzustellen“. Illegales Verhalten dürfe niemals akzeptiert werden, betonte der Geistliche und warnte davor, von Korruption zu profitieren.  Das Volk solle bei Wahlen seine Gelegenheit nutzen, Zeichen gegen Korruption zu setzen und Änderungen zu fordern, führte Ñañez weiter konkret aus: „Mit der Stimme sollten Leute unterstützt werden, die Korruption bekämpfen - und nicht etwa solche, die da Kompromisse machen.“

(vatican news - sst)

22 Juli 2020, 12:36