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Oberrabiner Schudrich (rechts) Oberrabiner Schudrich (rechts)  (ANSA)

Polen: Rabbiner würdigt heiligen Johannes Paul II.

„Er war ein Papst, der sich dadurch auszeichnete, dass er die Wunden des Hasses heilte und die Geißel des Antisemitismus bekämpfte“. Mit diesen Worten würdigte der Oberrabbiner Polens, Michael Schudrich, den polnischen Pontifex. Schudrich hatte zum 100. Geburtstag von Karol Wojtyla eine Botschaft verfasst.

Zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Geburt von Johannes Paul II. erinnerte Rabbiner Schudrich daran, dass „die polnische jüdische Gemeinde und die Juden auf der ganzen Welt nicht vergessen dürften, wie sehr sich Wojtyla dafür eingesetzt hat, den Dialog zwischen Christen und Juden zu erleichtern“. Das Pontifikat Johannes Pauls II. sei das anschaulichste Zeugnis für gegenseitigen Respekt.

Bestätigt wurde dies durch den Besuch des Papstes aus Polen in Auschwitz, die Anerkennung des Staates Israel und die Bitte um Vergebung für Handlungen gegen das jüdische Volk. Alle mutigen Gesten, so der Oberrabbiner weiter, zielten nicht nur darauf ab, „die Fäden eines konstruktiven Dialogs neu zu knüpfen, sondern auch eine loyale Freundschaft ausgehend von den gemeinsamen Elementen zu vertiefen“. Schudrich erinnerte auch an die außerordentliche Rolle, die Johannes Paul II. bei der Rückeroberung der Freiheit und Unabhängigkeit des Landes gespielt hatte. „Stets im Respekt seiner Rolle als Kirchenoberhaupt und ohne Gewalt. Was er getan hat, muss für uns immer eine Quelle der Inspiration für die Friedensmissionen und für die künftigen Beziehungen zwischen Christen und Juden sein“, so Schudrich.

(vatican news - mg)

18 Mai 2020, 12:43