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Die hl. Corona: Sie soll um Schutz vor Epidemien und Infektionskrankheiten angerufen werden Die hl. Corona: Sie soll um Schutz vor Epidemien und Infektionskrankheiten angerufen werden 

Ägypten: Online-Konferenz über die hl. Corona anberaumt

Via Online-Konferenz wolle man im April über die heilige Märtyrerin Corona aufklären, gab das koptische Studienzentrum der Alexandria Library of Egypt bekannt. Der als Schutzpatronin gegen Seuchen bekannten Heiligen kommt in Krisen wie der aktuellen eine besondere Rolle als Fürsprecherin zu.

Professor Ezzat Salib, Experte für koptisches Erbe im ägyptischen Ministerium für Tourismus und Altertümer, wird am Freitag die erste Sitzung abhalten. Sie wird ab 20 Uhr auf der Facebook-Seite der Bibliothek ausgestrahlt, berichten ägyptische Medien.

Die hl. Corona wird gemeinsam mit Viktor in der lateinischen, griechischen und koptischen Lehre als Märtyrer angesehen. Bis heute ist sich die Wissenschaft aber nicht einig über den Ort ihres Martyriums. Nach der griechischen „Passio“ ist es Damaskus, koptische Quellen weisen auf Antiochia, lateinische auf Alexandria hin.

Die Märtyrer Viktor und Corona

Laut dem „Illustrious Certamen“, einem Text, der im vierten Jahrhundert von einem Diakon der Kirche von Antiochia verfasst wurde, war Viktor ein christlicher Soldat aus Kilikien. Unter der Herrschaft des Marc Aurel wurde er verraten und gefoltert. Während seiner Qualen stand ihm Corona bei, die junge Braut eines seiner Mitstreiter, indem auch sie sich zu Christus bekannte. Dafür wurde auch sie verhaftet und einer grausamen Folter unterzogen.

Die Reliquien der heiligen Märtyrer Corona und Viktor werden in Anzù di Feltre (Venetien, Provinz Belluno) in dem ihnen gewidmeten Heiligtum aufbewahrt. Der hl. Viktor wird in Bayern und Österreich als Patron der Schatzsucher verehrt, der im Falle einer Epidemie angerufen werden soll.

(fides - mt)
 

16 April 2020, 14:03