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Coronavirus in Indonesien Coronavirus in Indonesien  (AFP or licensors)

Indonesien: Kirche hilft Covid-19-Betroffenen

Caritas Indonesien hat den Diözesen des Landes Geldmittel zur Verfügung gestellt, damit dringend benötigte Dinge wie Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken, Handdesinfektionsmittel und Lebensmittel erworben werden können. Das teilte der Leiter von Caritas Indonesien, Fredy Rante Taruk, Anfang dieser Woche gegenüber UCA News mit.

Insgesamt habe die katholische Wohltätigkeitsorganisation Gelder an zwölf Diözesen geschickt. Die erworbenen Güter sollen an Menschen verteilt werden, die vom neuartigen Coronavirus betroffen sind.

„Das Geld soll jeder Diözese helfen, vorrangig den Armen und gefährdeten Gruppen zu helfen“, so der Priester. Insgesamt habe Caritas seit vergangener Woche etwa 86.000 US-Dollar an die Diözesen – die er nicht im Einzelnen nannte – ausgezahlt. „Die Mittel werden für den Erwerb von persönlicher Schutzausrüstung für Diözesen verwendet, die Schwierigkeiten haben, diese zu bekommen“, fügte er hinzu.

Hilfe für marginalisierte Menschen

In der Hauptstadtdiözese Jakarta wurde unterdessen durch das Sozialbüro LDD eine eigene Anlaufstelle eingerichtet, um Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen. Gleichzeitig sammelt die Diözese Spenden und desinfiziert Räumlichkeiten, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Der Hauptzweck dieser Tätigkeiten sei es, „marginalisierten Menschen zu helfen, angemessene Hilfe zu erhalten“, erklärte LDD-Leiter Christopher Kristiono Puspo S.J. gegenüber Ucanews.

Darüber hinaus führe die Kirche auch in Zusammenarbeit mit interreligiösen Gruppen und dem Indonesischen Roten Kreuz Spendensammlungen durch, führte Pater Puspo weiter aus.

Interreligiöse Zusammenarbeit

Unterdessen hat sich die Erzdiözese Pontianak in Westkalimantan mit GP Ansor, dem Jugendflügel der größten gemäßigten islamischen Organisation in Indonesien (Nahdlatul Ulama), zusammengetan, um den Armen zu helfen und Schutzausrüstung für medizinisches Personal zu erwerben.

„Die Pandemie kennt keine Ethnie, Religion, soziale Klasse oder Gruppe. Aber es ist wichtig, dass wir [Menschen verschiedener Religionen] etwas tun, um anderen Menschen zu helfen“, sagte Erzbischof Agustinus Agus von Pontianak.

Die Menschen, die auf einen Tageslohn angewiesen sind, seien am meisten gefährdet, sagte Yaqut Cholil Qoumas, der Vorsitzende von GP Ansor. An die Betroffenen würden vorrangig Lebensmittel verteilt, da ihnen ihr Einkommen vollständig weggebrochen sei.

Bis zum 1. April hatte Indonesien 1.677 Fälle von Covid-19 und 157 Todesfälle verzeichnet.

(ucanews - cr)

02 April 2020, 12:07