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Eine Sitzung des Obersten Gerichts - Archivbild von 2018 Eine Sitzung des Obersten Gerichts - Archivbild von 2018  (AFP or licensors)

Brasilien: Sieg für Abtreibungsgegner

Die Richter des Obersten Gerichts haben einen Antrag abgelehnt, der Abtreibung im Fall einer Infektion der Mutter mit dem Zika-Virus für straffrei erklären wollte.

Sechs der elf Richter votierten (wegen der Corona-Krise auf Entfernung) gegen den Antrag. Die Urteilsverkündung ist zwar erst in ein paar Tagen angesetzt, doch angesichts der bisherigen Voten ist das Nein zu dem Antrag bereits sicher.

Der nationale Verband von Strafverteidigern hatte den Antrag für eine Aufweichung des Abtreibungsverbots 2016 eingereicht. Die katholische Kirche und Lebensschutz-Verbände wandten sich vehement dagegen. „Es ist nicht Aufgabe der Behörden, Menschen selektiv ein Recht auf Leben zu- oder abzusprechen“, schrieb die Führung der Bischofskonferenz unlängst in einem Statement.

„Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens“

Die brasilianische Verfassung schreibt „die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens“ ausdrücklich fest. Eine deutliche Mehrheit der Brasilianer spricht sich in Umfragen deutlich gegen Abtreibung aus.

(vatican news – sk)
 

28 April 2020, 11:45