USA im Sommer 2019:  Hunderte von Bürgern demonstrieren gegen die einwanderungsfeindlichen Maßnahmen der Regierung Trump USA im Sommer 2019: Hunderte von Bürgern demonstrieren gegen die einwanderungsfeindlichen Maßnahmen der Regierung Trump  

USA: Bischöfe lehnen Trumps Einwanderungsstopp ab

Die US-amerikanischen Bischöfe sehen den 60-tägigen Einwanderungsstopp kritisch, den Präsident Donald Trump am Mittwoch verhängt hat. In einer Mitteilung verweisen sie auf Papst Franziskus. Dieser hatte in Corona-Zeiten eine „Kreativität der Liebe“ anstelle von Ausgrenzung angeregt.

Trump erklärte, der Einwanderungsstopp werde „sicherstellen, dass arbeitslose Amerikaner als erstes drankommen, während unsere Wirtschaft wieder geöffnet wird.“ Darauf konterten die Bischöfe, es gebe „kaum Anzeichen dafür, dass Einwanderer den Bürgern Arbeitsplätze wegnehmen“. Vielmehr seien „Einwanderer und Bürger gemeinsam Partner bei der Wiederbelebung der Wirtschaft des Landes“, heißt es in der Mitteilung, die unter anderem die Unterschrift des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof José H. Gomez von Los Angeles, trägt.

Einheit statt Spaltung und Gleichgültigkeit

Man begrüße die Bemühungen, sicherzustellen, dass alle Amerikaner für die Würde ihrer Arbeit anerkannt werden. „Aber die gegenwärtige globale Krise erfordert Einheit und die Kreativität der Liebe, nicht länger Spaltung und Gleichgültigkeit“, stellen die US-Bischöfe klar.

Das 60-tägige Einwanderungsverbot gilt für Green-Card-Anwärter. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten. Schon vor der Order, die der Präsident am Mittwoch unterschrieb, hatten die USA die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesetzt und die meisten ihrer Visabüros geschlossen.

Die US-Bischofskonferenz gilt als ein scharfer Kritiker der Migrationspolitik des republikanischen Präsidenten. Übereinstimmungen ergeben sich indessen mit Trumps Positionen gegen Abtreibung.

(vatican news - gs)

 

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24. April 2020, 13:09