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Patriarch Kyrill I. Patriarch Kyrill I.  

Russland: Kyrill lässt Kirchen schließen

Angesichts der Corona-Krise in Russland folgt nun auch die orthodoxe Kirche den staatlich vorgegebenen Präventionsmaßnahmen: so willigte der Moskauer Patriarch Kyrill ein, die Kirchen zu schließen.

Kyrill ließ Anfang der Woche eine Erklärung verbreiten, in der er den Gläubigen empfiehlt, sich aufgrund der Virus-Gefahr nicht in den Kirchen aufzuhalten und sich rigoros an die vn den Behörden empfohlenen Hygienemaßnahmen zu halten. Kyrill hatte sich bislang geweigert, die staatlich empfohlenen Präventions-Maßnahmen komplett umzusetzen und die Kirchen zu schließen.

Wie die Eremitin in der Isolation bleiben

Um seinen Sinneswandel gegenüber orthodoxen Kritikern zu verteidigen, führte der Patriarch das Beispiel der altkirchlichen Eremitin Maria von Ägypten aus dem 4. Jahrhundert an. Sie habe 47 Jahre lang allein in der Wüste gelebt und dort gefastet. Wie die Eremitin in der Wüste geblieben sei, sollten auch die Gläubigen nun in ihren Häusern bleiben, appellierte Kyrill. Maria von Ägypten wird in der katholischen wie orthodoxen Kirche als Heilige verehrt.

In Russland sind offiziellen Angaben nach inzwischen mehr als 1.500 Menschen mit dem Virus infiziert, acht Menschen starben bislang.

(asianews – pr)
 

31 März 2020, 11:46