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Kardinal Tagle Kardinal Tagle  

Philippinen: Kirche weist Kritik gegen Kardinal zurück

Die philippinischen Kirche weist Anschuldigungen von Präsident Rodrigo Duterte gegen Kardinal Luis Tagle als „lächerlich“ und „ohne Fundament“ zurück.

Duterte hatte in einer Ansprache behauptet, der emeritierte Erzbischof von Manila sei aufgrund „politischer Einmischung“ in den Vatikan versetzt worden. Außerdem habe Tagle Kirchengelder zugunsten einer Oppositionspartei abzweigt, sagte Duterte.

„Lächerliche Anschuldigungen“

Der Präsident solle sich lieber um den Notstand auf den Philippinen aufgrund des Corona-Virus kümmern statt „unglaublich lächerliche Anschuldigungen“ zu verbreiten, konterte Bischof Pablo Virgilio David Pablo, Vizepräsident der Bischofskonferenz. Andere philippinische Bischöfe äußerten sich ähnlich.

Kirche in der Schusslinie

Der Papst hatte Kardinal Tagle im Dezember zum Präfekten der vatikanischen Missionskongregation ernannt. Duterte hatte in den letzten Jahren wiederholt aggressive Anschuldigungen gegen die Kirche lanciert. Hintergrund ist die Kritik der Bischöfe an den schweren Menschenrechtsverletzungen im Zug der Maßnahmen, die Duterte gegen Drogenhandel auf den Philippinen ergreift. 

 

(vatican news – pr)

14 März 2020, 10:37