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Corona: Heiliger Bezirk in Lourdes geschlossen

Wegen der Corona-Krise hat an diesem Dienstag auch der Heilige Bezirk im französischen Marienwallfahrtsort Lourdes geschlossen – zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte.

Vor wenigen Tagen waren zunächst die Bäder geschlossen worden; seit diesem Dienstag bleiben nun auch die Tore des ganzen Heiligen Bezirks zu. Damit entsprechen die Verantwortlichen des Wallfahrtsorts den Anordnungen, die der französische Präsident Emmanuel Macron gegen ein Vordringen des Corona-Virus erlassen hat.

Wallfahrtsleiter Olivier Ribadeau Dumas teilte die Schließung des Heiligen Bezirks mit der Erscheinungsgrotte per Twitter mit. Er lud alle Interessierten ein, über die Lourdes-Homepage weiter Anteil am Geschehen zu nehmen.

Normalerweise pilgern Hunderttausende zur Grotte von Massabielle

In Lourdes erschien Maria 1858 einem Hirtenmädchen namens Bernadette Soubirous. Hunderttausende von Menschen, darunter viele Kranke, pilgern Jahr für Jahr in den kleinen Ort in den Pyrenäen. Eine unabhängige Ärztekommission untersucht Fälle von Wunderheilungen und hat viele von ihnen als unerklärlich eingestuft. Bernadette Soubirous wurde 1933 von Pius XI. heilig gesprochen.

(vatican news – stefan kempis)
 

17 März 2020, 11:49