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Nigerias Bischöfe rufen in der Fastenzeit zu Friedensgebeten auf Nigerias Bischöfe rufen in der Fastenzeit zu Friedensgebeten auf 

Nigeria: Bischöfe rufen zu Friedensgebeten auf

Zum Beginn der vorösterlichen Fastenzeit am Aschermittwoch haben die Bischöfe in Nigeria einen besonderen Appell: Sie rufen dazu auf, Solidarität mit den vielen entführten und getöteten Menschen im Land zu zeigen und aus Protest gegen die Gewalt schwarze Kleidung zu tragen.

In den Bistümern des Landes sollten die Gläubigen sich zudem am Aschermittwoch zu Friedensgebeten versammeln. Das gab der Generalsekretär des katholischen Sekretariats von Nigeria, Zacharia Nyantiso Samjumi, bekannt, wie der vatikanische Pressedienst Fides am Montag berichtete. Die Kirche müsse in Worten und Taten gegen die Unsicherheit im Land vorgehen, sagte Samjumi demnach im Namen der nigerianischen Bischofskonferenz (CBCN). Am kommenden Sonntag sollten in den Pfarreien keine Abendmessen stattfinden, sondern Friedensgebete. So solle ein Zeichen des Protests gegen die Morde und Unsicherheiten im Land gesetzt werden.

Fastenbotschaft beklagt Terrorismus

Bereits in ihrer am 21. Februar veröffentlichten Fastenbotschaft hatten die Bischöfe die Universalkirche und alle Christen eingeladen, für die getöteten Brüder und Schwestern sowie für Frieden und Sicherheit in Nigeria zu beten. Die Unsicherheit in Nigeria ist laut den Bischöfen so hoch, dass die „meisten Nigerianer sowohl zu Hause als auch unterwegs in Angst leben“. Konkret nennen die Bischöfe in diesem Zusammenhang „die barbarischen Hinrichtungen von Christen durch die Kämpfer der Boko Haram“  und „fortwährende Entführungen mit dem Ziel der Erpressung von Lösegeld". Die Bürger seien „durch diese und andere Terroristen“ traumatisiert.

(fides – sst)

25 Februar 2020, 12:03