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Eine heilige Messe in Kamerun Eine heilige Messe in Kamerun 

Kamerun: Bischöfe bitten Präsident um Hilfe bei Friedensgesprächen

Teile des zentralafrikanischen Landes werden seit mehreren Jahren von Unruhen erschüttert. In einem gemeinsamen Schreiben bitten 16 Bischöfe aus aller Welt Präsident Paul Biya nun um seine Teilnahme an Friedensgesprächen.

„Wir, die unterzeichnenden katholischen Bischöfe aus aller Welt, wenden uns an Sie mit der dringenden Bitte, an den von der Schweiz vorgeschlagenen Friedensgesprächen teilzunehmen, um die Gewalt zu beenden", heißt es in dem Schreiben. Sie fordern den Präsidenten auf, „durch einen Vermittlungsprozess, an dem separatistische Gruppen und Vertreter der Zivilgesellschaft beteiligt sind, eine dauerhafte Lösung für die Probleme Kameruns zu finden.“

„Wir sorgen uns um das Leid der Zivilbevölkerung und die Stabilität und das Wohlergehen Kameruns“, so die Bischöfe weiter. „Die Gewalt und Gräueltaten aller Konfliktparteien zwangen 656.000 englischsprachige Kameruner, ihre Häuser zu verlassen, 800.000 Kinder konnten nicht zur Schule gingen, 50.000 Menschen mussten nach Nigeria zu fliehen. Hunderte von Dörfern wurden verwüstet und mindestens 2.000 Menschen getötet."

Militante Separatisten in den englischsprachigen Gebieten im Westen Kameruns fühlen sich von der französischsprachigen Mehrheit unterdrückt. Das führt zu laufenden Auseinandersetzungen zwischen der anglophonen Unabhängigkeitsbewegung und dem Rest des Staates.

(fides – mt)

22 Februar 2020, 10:40