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Kardinal Gualtiero Bassetti, Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, will angesichts des Coronavirus über Vorsichtsmaßnahmen bei Messfeiern nachdenken Kardinal Gualtiero Bassetti, Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, will angesichts des Coronavirus über Vorsichtsmaßnahmen bei Messfeiern nachdenken  (ANSA)

Italien: Kirche denkt über Coronavirus-Prävention nach

Bei Messfeiern soll sich vorerst nichts ändern, sagte der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz (CEI), Kardinal Gualtiero Bassetti. „Verstärken wir die Panik nicht“, sagte er. Zugleich kündigte er an, über mögliche Vorsichtsmaßnahmen nachzudenken. Bassetti versicherte auch, gegebenenfalls den Anweisungen von Ärzten und Gesundheitsbehörden zu folgen.

Der Kardinal antwortete damit auf die Frage von Journalisten, ob die Bischofskonferenz wie andere Länder auch, aufgrund des Coronavirus besondere Vorkehrungen treffen wolle. Darüber habe er sich noch keine Gedanken gemacht, da dieser Punkt in Italien noch nicht erreicht sei, sagte Bassetti laut dem katholischen italienischen Pressedienst SIR. Zugleich versicherte er am Mittwoch :„Ich werde darüber nachdenken. In der Tat gibt es Übertragungsrisiken durch Körperkontakt, etwa beim Händeschütteln… Wir könnten überlegen, unseren Friedensgruß beim Gottesdienst auf andere Weise zu gestalten und Kontakt zu vermeiden oder hygienische Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.“

Das römische Krankenhaus Spallanzani teilte unterdessen mit, der Zustand aller dortigen Coronavirus-Patienten sei unverändert. Die zwei infizierten chinesischen Touristen aus der Provinz Wuhan seien weiter auf der Intensivstation isoliert. Auch ein Italiener, der aus Wuhan zurückgekehrt war und sich dort infiziert hatte, werde weiter behandelt.

Der Vatikan hatte zur Eindämmung des Virus zahlreiche Schutzmasken nach China geschickt. Zudem rief Papst Franziskus mehrfach, zuletzt diesen Mittwoch bei seiner Generalaudienz, zum Gebet für Coronavirus-Kranke auf.

(sir – sst)

12 Februar 2020, 16:17