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Costa Rica: Kirchenrechtler diskutieren über Missbrauch

Wie Missbrauch besser verhindern? Wie Vertuschung unterbinden? Solche und ähnliche Fragen dürften Thema bei einer Konferenz zum Kirchenrecht in dieser Woche in Costa Rica sein. Sie nehmen das Motu proprio „Vos estis lux mundi“ (Ihr seid das Licht der Welt) von Papst Franziskus vom Mai 2019 zum Ausgangspunkt.

Zum zweiten Mal ist Costa Rica Gastgeber des Zentralamerikanischen Konferenz über Kirchenrecht, die von der Fakultät für Kirchenrecht der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, der Bischofskonferenz und dem Kirchengericht von Costa Rica organisiert wird. Kirchenrechtler und Richter aus ganz Mittelamerika treffen sich dafür in dieser Woche in Costa Rica. 

Im Zentrum des Treffens steht das am 9. Mai 2019 veröffentlichte Motu proprio Vos estis lux mundi (Ihr seid das Licht der Welt) von Papst Franziskus über die Normen, die die katholische Kirche zur Verhinderung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs durch Priester oder Mitglieder des geweihten Lebens anwenden muss. Das Motu proprio Vos estis lux mundi trat am 1. Juni 2019 in Kraft.

Zu den geplanten Neuerungen gehört die Verpflichtung, dass alle Bistümer der Welt bis Juni 2020 über stabile und der Öffentlichkeit leicht zugängliche Verfahren verfügen müssen, um sexuellen Missbrauch durch Geistliche und Ordensleute sowie andere Delikte wie etwa die Kinderpornografie anzeigen zu können. Wie genau diese Verfahren aussehen sollen, bestimmt der Papst nicht, das sollen die Ortskirchen je nach eigener Kultur und eigenen Gegebenheiten entscheiden.

(vatican news -ck/pr)

03 Februar 2020, 14:16