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Patrouillierende Soldaten in Burkina Faso Patrouillierende Soldaten in Burkina Faso  (AFP or licensors)

Burkina Faso: Tödlicher Angriff auf protestantische Kirche

Dschihadistische Terroristen haben am Sonntag eine protestantische Kirche in Burkina Faso angegriffen und dabei 24 Menschen getötet. Es ist der jüngste Angriff auf eine religiöse Gemeinde in der zunehmend instabilen westafrikanischen Nation. Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Pfarrer Olav Fykse Tveit, verurteilt die „sinnlosen Gewalttaten“.

„Es macht mich zutiefst traurig, dass Menschen, die sich zum Beten versammelt haben, für einen so sinnlosen Akt des Hasses leiden müssen“, sagte Tveit am Montag. „Diese Gewaltakte sind Angriffe auf unsere menschliche Familie, und wir müssen uns weiterhin gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen“, so der Generalsekretär.

Bewaffnete Männer hätten die protestantische Feier in der nordöstlichen Stadt Pansi unterbrochen und auf die Gottesdienstbesucher geschossen, teilte der Gouverneur der Region am Montag mit. Bei dem Angriff sei auch der örtliche Pfarrer getötet worden. Etwa 20 Menschen seien entführt und mindestens 18 verwundet worden, so Oberst Salfo Kaboré.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff scharf und forderte, dass die Täter vor Gericht gestellt werden, sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric. Der UNO-Chef bekräftigte „die Verpflichtung der Vereinten Nationen, Burkina Faso im Kampf gegen den gewalttätigen Extremismus und bei der Erreichung eines nachhaltigen Friedens und einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen", sagte Dujarric.

Extremistische Gewalt eskaliert

Die extremistische Gewalt im einst friedlichen Burkina Faso ist dramatisch eskaliert. Der Angriff am Sonntag ist der zweite Terroranschlag innerhalb einer Woche in der Provinz Yagha im Nordosten des Landes. Am 10. Februar wurden sieben Personen aus dem Haus eines Pfarrers in der Stadt Sebba entführt. Drei Tage später wurden die Leichen von fünf von ihnen gefunden. Seit 2015 wurden in Burkina Faso etwa 750 Menschen getötet und etwa 600.000 gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Vor allem Christen sind im Norden des Landes sind Christen häufig Verfolgung ausgesetzt.

 (vatican news – mt)

18 Februar 2020, 14:14