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Argentiniens neuer Präsident Alberto Fernandez am 31. Januar zu Besuch beim Papst Argentiniens neuer Präsident Alberto Fernandez am 31. Januar zu Besuch beim Papst  (Vatican Media)

Argentinien: Kirche gegen weitere Liberalisierung von Abtreibung

Die Bischöfe laufen Sturm gegen eine weitere Liberalisierung des argentinischen Abtreibungsrechts. Im Wallfahrtsort Lujan in der Nähe von Buenos Aires wollen sie am 8. März, dem internationalen Welttag der Frauen, eine Messe für die Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod feiern.

„Ja zu den Frauen, ja zum Leben“

Damit werden sie zugleich eine Kampagne gegen die Straffreiheit von Abtreibungen starten. „Ja zu den Frauen, ja zum Leben“ ist das Motto, das die Bischöfe der Messfeier und der Kampagne geben.

Der neue argentinische Präsident Alberto Fernandez hat am Mittwoch bei einem Besuch in Paris ein Gesetzesvorhaben angekündigt. Es soll „dem Strafen im Fall von Abtreibungen ein Ende setzen und das Durchführen von Abtreibungen in sämtlichen Gesundheitseinrichtungen Argentiniens erlauben“.

Abtreibung: Eines der ersten Projekte von Fernandez

Der Mitte-Links-Peronist Fernandez ist seit Ende letzten Jahres Staatschef. Er hat vor wenigen Tagen im Vatikan seinen Landsmann Papst Franziskus getroffen.

Das argentinische Gesetz erlaubt Abtreibung im Fall von Vergewaltigung, oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. 2018 hat der Senat für viele überraschend ein Gesetz durchfallen lassen, durch das Abtreibungen bis zur 14. Schwangerschaftswoche legal geworden wären. Das Abgeordnetenhaus hatte dem Vorhaben bereits zugestimmt.

(afp – sk)
 

07 Februar 2020, 12:08