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Vatican News
Kinder im Krisengebiet Südsudan Kinder im Krisengebiet Südsudan  (WFP/Gabriela Vivacqua)

Afrika: 55.000 schwere Verbrechen gegen Kinder in nur 5 Jahren

Zwischen 2014 und 2018 gab es mehr als 55.000 schwere Übergriffe gegen Kinder in konfliktbetroffenen Gebieten in Afrika. Das ergab eine neue Analyse der Organisation „Save the Children“. Es brauche dringend Maßnahmen, um den „Krieg gegen Kinder“ zu beenden, betonte Direktorin Doris Mpoumou im Vorfeld des Gipfels der Afrikanischen Union am 9. und 10. Februar.

Der Gipfel sei eine „sehr wichtige Gelegenheit, die Vereinbarungen von 2013 zu überprüfen und darüber nachzudenken, warum die Situation trotz der Verpflichtungen der Staats- und Regierungschefs im Wesentlichen gleichgeblieben ist“, so Mpoumou. 2013 startete die Kampagne der Afrikanischen Union „Silencing the Guns“. Diese hat es zum Ziel, bis 2020 alle Kriege auf dem Kontinent zu beenden.

„Die EU-Mitgliedstaaten und die Konfliktparteien in Afrika müssen gemeinsam sinnvolle und nachhaltige Wege finden, um Kriege zu beenden und Kinder vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Wir danken den afrikanischen Staats- und Regierungschefs für ihr anhaltendes Engagement, aber gleichzeitig fordern wir sie auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um den Krieg gegen Kinder zu beenden", schloss Mpoumou.

Die Organisation „Save the Children“ setzt sich auf nationaler und regionaler Ebene für den Schutz von Kindern ein, die von bewaffneten Konflikten in Afrika betroffen sind.

(lapresse/pm – mt)  

07 Februar 2020, 14:08