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Trauer um Kobe Bryant+ Trauer um Kobe Bryant+  (2020 Getty Images)

USA: Erzbischof betet für toten Basketballstar Kobe Bryant

Der Erzbischof von Los Angeles, Jose H. Gomez, hat seine Trauer über den Tod der US-Basketball-Legende Kobe Bryant (41) bekundet. „Ich bete für ihn und seine Familie“, schrieb der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz auf Twitter.

Bryant, der ehemalige Starspieler der Los Angeles Lakers, starb am Sonntag bei einem Helikopterabsturz in Kalifornien. Laut Polizeiangaben kamen dabei neun Menschen ums Leben, darunter auch Bryants Tochter Gianna (13). Seine Frau Vanessa und die anderen drei Töchter seien nicht an Bord gewesen.

Der tragische Tod des Katholiken habe ihn sehr traurig gemacht, schrieb Erzbischof Gomez: „Möge er in Frieden ruhen und möge die Gottesmutter Maria seinen Lieben Trost spenden.“ Auch der deutsche Ex-NBA-Star Dirk Nowitzki zeigte sich bestürzt über den Tod seines Basketball-Kontrahenten und der Tochter: „Ruhe in Frieden mit deinem Engel Gigi“, schrieb der ehemalige Spieler der Dallas Mavericks auf Twitter.

Aufgewachsen in einer katholischen Familie

Kobe Bryant spielte von 1996 bis 2016 bei den Los Angeles Lakers und gewann fünf Meisterschaften in der NBA sowie zwei Olympische Goldmedaillen. Bryant wuchs in einer katholischen Familie auf und besuchte regelmäßig Gottesdienste in einer Gemeinde in Orange County (Kalifornien), wie US-Medien berichten.

Als ihm 2003 die Vergewaltigung einer 19-Jährigen vorgeworfen worden war, hatte ihm demnach der Glaube geholfen, diese Phase zu überstehen. Der Zivilprozess endete mit einem außergerichtlichem Vergleich. Bryant entschuldigte sich 2004 bei der Frau, obwohl er bei seiner Aussage blieb, dass die Begegnung einvernehmlich gewesen sei. In einem Interview sagte er damals, dass ein Priester ihm geholfen habe, diese schwierige Zeit zu überstehen. „Das einzige, das mir in diesem Prozess wirklich geholfen hat, - ich bin katholisch, ich bin katholisch aufgewachsen, meine Kinder sind katholisch - war mit einem Priester zu sprechen“, sagte er damals dem Magazin „GQ“.

Der Superstar nutzte zugleich seine Bekanntheit, um auf die Belange von Obdachlosen aufmerksam zu machen. Mit der „Kobe & Vanessa Bryant“ Familien-Stiftung half er Armen und unterstützte die Finanzierung von Unterkünften für Wohnungslose.

(kna – mg)

27 Januar 2020, 10:01