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Ekaterini Sakellaropoulou Ekaterini Sakellaropoulou   (AFP or licensors)

Griechenland: Kirche würdigt erste Präsidentin

Als Signal der Erneuerung und Einheit wertet der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz die Wahl von Ekaterini Sakellaropoulou zur Präsidentin Griechenlands. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.

Die Wahl von Ekaterini Sakellaropoulou zur Präsidentin bedeute eine „Erneuerung für das ganze Land“, gibt die Nachrichtenagentur den Erzbischof von Athen, Sebastianos Rossolatos, wieder. Die Zeit sei reif gewesen, eine Frau in dieses Amt zu wählen. Zugleich verweise die Wahl auf eine Öffnung der griechischen Gesellschaft und „geht in die Richtung, das Land zu einen“. Auch sieht der Kirchenvertreter die Wahl im Bemühen um eine Stabilisierung des Landes nach der Wirtschafts- und Finanzkrise als „wichtigen Schritt“. Die Auswirkungen der Krise seien weiterhin in Griechenland zu spüren; deshalb gelte es „jede fähige Person wertzuschätzen.“

Parteiübergreifende Mehrheit

Eine parteiübergreifende Mehrheit hatte am Mittwoch für die 63-jährigen Juristin und Präsidentin des obersten griechischen Verwaltungsgerichtshofes gestimmt. Nominiert für das Amt hatte die Richterin Regierungschef Kyriakos Mitsitakis. Neben dem Vertreter der konservativen Partei Nea Dimokratia zeigten sich aber auch die linke Syriza unter Ex-Regierungschef Alexis Tsipras und griechische Sozialdemokraten von ihr überzeugt. 261 von Abgeordnete votierten für Sakellaropoulou, 33 Parlamentarier enthielten sich. Notwendig waren 200 Stimmen von insgesamt 300 Sitzen, einen Gegenkandidaten gab es nicht. 

Amtsantritt am 13. März

Ekaterini Sakellaropoulou wurde in der Hafenstadt Thessaloniki geboren und studierte in Athen Jura. Sie tritt am 13. März die Nachfolge des konservativen Verfassungsrechtlers Prokopis Pavlopoulos an. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. In Griechenland kommen dem Staatsoberhaupt repräsentative Aufgaben zu.

(sir/vatican news - pr)

23 Januar 2020, 12:50