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Vatican News
Trauer in Texas Trauer in Texas  (2019 Getty Images)

USA: Drei Tote nach Schüssen in Kirche in Texas

Mit einem Blutbad hat am Sonntag ein Gottesdienst einer protestantischen Kirche im US-Bundesstaat Texas geendet. Im Ort White Settlement nahe der Stadt Fort Worth bei Dallas eröffnete ein Bewaffneter in der Kirche „West Freeway Church of Christ“ zum Zeitpunkt der Kommunion wahllos das Feuer.

Zwei Menschen wurden dabei tödlich getroffen und erlagen wenig später ihren Verletzungen im Krankenhaus. Der laut Medien polizeibekannte Täter wurde von bewaffneten Gemeindemitgliedern erschossen, sein Tatmotiv ist unklar.

Als „sinnlose Tragödie“ beklagte der Erzbischof von San Antonio, Gustavo Garcia-Siller, in einem Bericht der Plattform news4sanantonio.com am Montag die Schießerei. Leider sei es in den Vereinigten Staaten so weit gekommen, „dass uns ein Gewaltakt in einem Haus der Religionsausübung gar nicht mehr schockiert“, so der katholische Erzbischof. Angesichts einer „bitteren Spaltung und Polarisierung“ sei es notwendig, „dass wir uns vereinigen im gemeinsamen Bestreben, unsere Gesellschaft zu retten“. Das sei auch das mindeste, was nun zu tun sei.

Liberales Waffengesetz

Immer wieder kommt es in den USA, wo die Waffengesetze besonders liberal sind, zu Fällen, bei denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten um sich feuern. In Texas ist es den Kirchen seit kurzem erlaubt, eigene Sicherheitsteams einzurichten und zu trainieren; seit September 2019 ist in dem US-Bundesstaat registrierten Schusswaffenbesitzern zudem das Waffentragen in Gottesdiensten möglich. Beide Gesetze kamen infolge einer Schießerei von 2017 in der First Baptist Church in der texanischen Stadt Sutherland Springs zustande, bei der 26 Menschen starben.

Dass der Schütze vom Sonntag in White Settlement schon nach wenigen Momenten erschossen wurde, wird von lokalen Medien als Bestätigung der Wirksamkeit dieser Regelung gefeiert. Die Polizei lobte den „heroischen“ Einsatz der Gemeindemitglieder, die mit ihrem raschen Eingreifen Schlimmeres verhindert hätten. Auch der Vizegouverneur des Bundesstaates Texas, der Republikaner Dan Patrick, lobte die schnelle Reaktion des „gut trainierten“ Security-Teams. „Sie haben sofort reagiert, und binnen Sekunden war die Schießerei vorbei“, betonte er in einer Stellungnahme. Dadurch sein „unzählige Leben“ gerettet worden.

(kap – mg)

30 Dezember 2019, 13:06