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Kundgebung in Kiew im Vorfeld des in Paris stattfindenden Treffens der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands Kundgebung in Kiew im Vorfeld des in Paris stattfindenden Treffens der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands   (ANSA)

Ukraine: Gebet für Konfliktlösung im Osten des Landes

In Kiew haben Vertreter der Glaubensgemeinschaften am Montag gemeinsam für Frieden auf ukrainischem Boden gebetet. Nach Angaben des Gesamtukrainischen Rates der Kirchen und Religionsgemeinschaften segneten sie das osteuropäische Land aus Anlass des in Paris stattfindenden Treffens der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands zur Lösung des Konflikts im Osten der Ukraine.

Gebet für „Frieden in der Ukraine und die Wiederherstellung der Grenzen“

Der Ratsvorsitzende und römisch-katholische Kiewer Bischof Witalij Krywyzkyj sprach demnach ein Gebet für „Frieden in der Ukraine und die Wiederherstellung der Grenzen“. Dem Rat gehören 17 christliche, jüdische und islamische Glaubensgemeinschaften sowie die Bibelgesellschaft an.

Die Religionsführer des Landes hatten bei einem Treffen mit Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj vor einigen Tagen die Beendigung des militärischen Konflikts gefordert. Im Osten der Ukraine kämpfen seit Herbst 2014 von Russland unterstützte Separatisten und Regierungstruppen gegeneinander. Bei den Gefechten wurden laut UN-Angaben mehr als 12.000 Menschen getötet.

Papst betet für Lösung des Konfliktes

Papst Franziskus sagte am Sonntag in Rom, er begleite die „Suche nach Lösungen des nun seit Jahren andauernden Konflikts in der Ostukraine“ mit seinem intensiven Gebet. Zugleich bat er die Menschen, ihm dies gleichzutun, damit der Dialog zu Frieden und Gerechtigkeit und die Menschen dort führe.

Zum sogenannten Normandie-Quartett, das seit Montagnachmittag in Paris über die Lösung des Konflikts im Osten der Ukraine berät, gehören neben Selenskyj die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Emmanuel Macron, sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die prorussischen Separatisten sind offiziell nicht Teil des Quartetts. - Der Name „Normandie-Format“ oder „-Quartett“ stammt von einem Vierertreffen der Regierungschefs 2014 zum 70. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie.

(kna – pr)

09 Dezember 2019, 17:26