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Vatican News
Migranten aus Simbabwe, Malawi und Mosambik warten nach den rassistischen Gewalttaten darauf, aus Johannesburg in ihre Herkunftsländer zurücktransportiert zu werden Migranten aus Simbabwe, Malawi und Mosambik warten nach den rassistischen Gewalttaten darauf, aus Johannesburg in ihre Herkunftsländer zurücktransportiert zu werden  (ANSA)

Südafrika: Weltkirchenrat spricht mit Präsident über Gewalt

In Johannesburg haben Vertreter des Weltkirchenrates (ÖRK) am Montag Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa zu einem Gespräch getroffen. Rund um Johannesburg und Pretoria war es im September zu Übergriffen gegen Migranten aus anderen Teilen Afrikas gekommen, auch Gewalt gegen Frauen sorgte weltweit für Aufsehen.

Mit Regierungsvertretern berieten die Vertreter des ÖRK über die Probleme des Landes, allen voran die jüngste Gewalt gegen Frauen und Migranten. „Die Kirchen wollen vom ÖRK, von uns und anderen Akteuren erfahren, wie wir die Lage sehen und was wir dagegen unternehmen“, so Bischof Malusi Mpumlwana von der Äthiopischen Episkopalkirche, der als Generalsekretär des Südafrikanischen Kirchenrates SACC tätig ist.

Übergriffe gegen Migranten

Rund um Johannesburg und Pretoria war es im September zu Übergriffen gegen Migranten aus anderen afrikanischen Ländern gekommen. Dabei gab es mehrere Tote. Auch die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Studentin in einem Postamt sorgte weltweit für Aufsehen.  

Nach den jüngsten Gewaltausbrüchen sprachen die Kirchenräte in einer gemeinsamen Erklärung von einem „historischen“ Besuch. Erstmals hatten ÖRK-Vertreter das Land 1960 besucht, nachdem die Apartheid-Polizei 69 Demonstranten beim sogenannten Massaker von Sharpeville erschossen hatte.

„Heute kämpfen die Menschen in Südafrika und den Nachbarstaaten erneut gegen Gewalt und wirtschaftliche und rassistische Ungerechtigkeit“, so ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Es sei „Zeit, das Land erneut als Pilger für Gerechtigkeit und Frieden zu besuchen".

(kap/kna – tr)

09 Dezember 2019, 14:28