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Friedensmarsch in Cochabamba Friedensmarsch in Cochabamba 

Bolivien: Friedensappell der Bischöfe

Die Bischöfe des Landes werden nicht müde, auf ein Ende der Gewalt in dem Land zu drängen. „Es reicht mit den Toten, der Gewalt, dem Leid und dem Schmerz“, schreiben sie in einer Botschaft mit dem Titel „Spirale der Gewalt und des Todes“.

„Wir verurteilen die Gewalt, egal von welcher Seite. Wir erinnern einmal mehr daran, dass sie irrational und unverantwortlich ist und keine Lösung für Konflikte zwischen Menschen“, schreiben die Oberhirten in der Botschaft, aus der der vatikanische Fides-Dienst zitiert. Sie rufen alle Menschen guten Willen dazu auf, der Gewalt ein Ende zu setzen, „die zunimmt und die bereits zahlreiche Tote und Verletzte gefordert und die bolivianische Gemeinschaft in Trauer gestürzt hat“.

Nationaler Dialog mit drei Zielen

Die Bischofskonferenz hatte bereits am Montag gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Union und der Vereinten Nationen einen Nationalen Dialog ausgerufen. Ziele des Dialoges sind die Befriedung des Landes, eine Verständigung über Neuwahlen und die Bestimmung eines neuen Wahltribunals.

Seit der Präsidentschaftswahl am 20. Oktober erschüttern das Land heftige Unruhen. Vertreter der Zivilgesellschaft, von Menschenrechtsorganisationen und der Kirche hatten von Hinweisen auf Wahlbetrug gesprochen, eine Kommission der Organisation Amerikanischer Staaten hatte diese Einschätzung bestätigt. Darauf war Präsident Evo Morales zurückgetreten und ins Exil geflohen. Inzwischen fordert er eine Neuauszählung der Stimmen der Wahl.

 (fides/vatican news – pr)

22 November 2019, 13:18