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Hieronymos II.,  Erzbischof von Athen und Oberhaupt der autokephalen orthodoxen Kirche von Griechenland Hieronymos II., Erzbischof von Athen und Oberhaupt der autokephalen orthodoxen Kirche von Griechenland  (AFP or licensors)

Ukrainische Kirchenkrise holt auch Griechenland ein

Die Anerkennung der „Orthodoxen Kirche der Ukraine“ durch Bartholomaios I. Anfang des Jahres wird auch in der Kirche Griechenlands seit Monaten heftig diskutiert – endgültig positioniert hat sie sich allerdings noch nicht. Jetzt hat Erzbischof Hieronymos, Oberhaupt der orthodoxen Kirche in Griechenland, seine Bischöfe zu einer außerordentlichen Bischofsversammlung am 12. Oktober eingeladen.

Bisher hat keine einzige orthodoxe autokephale Kirche die „Orthodoxe Kirche der Ukraine“ anerkannt, die mit der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats konkurriert und der vom Ökumenischen Patriarchat zum Jahresbeginn die Autokephalie – also Eigenständigkeit – verliehen worden war. Umso größer ist der Druck auf die Kirche von Griechenland, diesen Schritt zu setzen.

Die Kirche von Griechenland ist vielfach mit dem Ökumenischen Patriarchat verbunden, durch Geschichte, Tradition und die griechische Sprache, aber auch die Tatsache, dass Teile des griechischen Territoriums kirchlich nach wie vor zum Ökumenischen Patriarchat gehören.

 

(poi – tg)

08 Oktober 2019, 11:42